Hohl

Steinbacher Ortsbeirat gegen Fällung der Lutherlinde

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Der alte Baum ist ortsbildprägend, jeder kennt die Lutherlinde. Doch sie ist teilweise hohl. Der Ortsbeirat will die Linde aber nicht der Kettensäge überlassen.

Die Lutherlinde am Rathausplatz in Steinbach muss erhalten bleiben. Das ist die einhellige Meinung des Ortsbeirats nach der Sitzung am Donnerstag.

Der Baum sei zwar zumindest teilweise innen hohl. Doch solle alles versucht werden, den Baum zu erhalten. Die Linde am Rathausplatz war 1883 anlässlich des 400. Geburtstages von Martin Luther gepflanzt worden und hat sich im Laufe der 135 Jahre zu einem dorfbildprägenden Schmuckstück entwickelt. Auf jeden Fall, so wurde vorgeschlagen, solle die Linde mindestens noch weitere 15 Jahre stehen bleiben, damit das 150-jährige Jubiläum entsprechend gefeiert werden kann. Das Fällen, der Abtransport sowie eine Neubepflanzung würden rund 4000 Euro kosten.

Asphaltbrocken als Geschosse

Weiterhin wurde in der Sitzung berichtet, dass der Brunnen neben dem Sparkassengebäude wieder in Betrieb sei. Weiteres Thema waren Straßenschäden. Diese seien teils so gravierend, dass Asphaltbrocken von Fahrzeugen so aufgewirbelt würden, dass sie sich zu regelrechten Geschossen entwickelten. So geschehen am Rathausplatz. Allerdings ist dies eine Landesstraße. Die Betreuung liegt in den Händen von Hessen Mobil, wie in der Sitzung deutlich wurde.

Erster Beigeordneter Kurt Klingelhöfer beklagte, dass derzeit kaum Baufirmen wegen zahlreicher anderer Aufträge in der Lage seien, Straßenschäden zu beseitigen. "Die permanent beauftragte Firma ist ausgelastet", sagte er, "sie kommt nicht dazu." Daher kam der Vorschlag, die Löcher in den einzelnen Straßen provisorisch mit Kaltasphalt zu verfüllen. Handlungsbedarf sahen die Ausschussmitglieder auch darin, die Sirene auf dem alten Wasserhaus zu reparieren.

Diestelwuchs am Rathaus

Von einem Bürger wurde das Erscheinungsbild des Rathauses und des umliegenden Geländes bemängelt "Wir identifizieren uns doch mit dem Ort", sagte er und wünschte sich auch in diesem Bereich eine Verschönerung des Ortsbildes.

Zur Erklärung berichtete Klingelhöfer: "Das Ensemble Rathaus soll neu strukuriert werden. Es stehen große Baumaßnahmen an." Gleichwohl, die Disteln auf dem Gelände am Rathaus könne man bis dahin schon einmal entfernen. Sie geben kein schönes Bild ab. Darin war man sich im Ortsbeirat einig.

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