Stein will schnelle Lösung

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Fernwald(pm). Der Fernwalder Haupt- und Finanzausschussvorsitzender Frank Stein (CDU) will eine schnelle Lösung des schwelenden Konflikts um die jüngsten Beschlüsse der Gemeindevertretung herbeiführen. Wie berichtet, hatte das Parlament noch im März einige wichtige Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst.

Doch an der Rechtmäßigkeit dieser Vorgehensweise bestehen Zweifel. Ein Mandatsträger hat deshalb die Kommunalaufsicht eingeschaltet. Stein will den Streit nun schnellstmöglich ausräumen. "Es ist aktuell möglich, mehr Kompetenzen auf den Haupt- und Finanzausschuss zu übertragen und damit ein kleineres Gremium wichtige Beschlüsse fassen zu lassen. Dies muss auch nicht zwingend in einer öffentlichen Sitzung passieren, sondern ist beispielsweise in einem sogenannten Umlaufverfahren möglich, also durch schriftliche Abstimmung der HFA-Mitglieder", äußert er in einer Pressemitteilung.

Stein teilt weiter mit, dass er sich mit dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Dr. Robert Horn (SPD), abgestimmt habe und diesen Weg nun schnellstmöglich beschreiten werde. Die Beschlüsse betreffen den Bau eines Kreisels, eines Supermarktes und eines Kindergarten im Ortsteil Annerod sowie den Verkauf eines Grundstückes an den Landkreis Gießen, das für den dringend notwendigen Erweiterungsbau der Grundschule in Annerod benötigt wird.

"Wir als Gemeindevertreter warten seit mehr als einem Jahr, dass Bürgermeister und Gemeindevorstand in den betreffenden Angelegenheiten handeln und Ergebnisse erzielen, daher darf es kurz vor der Zielgeraden keine unnötigen Verzögerungen geben, denn Bauen findet auch in Corona-Zeiten statt", sagte Stein.

Schwarze-Peter-Spiel

Er bedauert, dass die Arbeit der politischen Gremien in Fernwald wieder einmal durch negative Schlagzeilen auffalle. Das Schwarze-Peter-Spiel der vergangenen Wochen bringe die Gemeinde nicht voran. "Wir sollten besser gemeinsam daran arbeiten, dass wichtige Entwicklungen vorangetrieben werden," schreibt Stein. "Hierbei helfen weder einseitige öffentliche Schuldzuweisungen noch emotionsgeladene Diskussionen."

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