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Spielplätze für die Großen

  • vonChristina Jung
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Wippe, Schaukel, Klettergerüst - Spielplätze für kleinere Kinder gibt es in Städten und Gemeinden oft mehrere. Angebote für Ältere finden sich da schon seltener. In Fernwald ist dies nun wieder in den Fokus gerückt, nachdem CDU und Freie Wähler entsprechende Anträge zum Haushalt gestellt hatten, die in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend gemeinsam beraten wurden.

Ergebnis: 40 000 Euro sollen für die Planungen in diesem Jahr eingestellt, allerdings zunächst mit einem Sperrvermerk versehen werden, wie Ausschuss und anschließend Gemeindevertretung einstimmig beschlossen.

In zwei Wochen weitere Sitzung

Der CDU-Antrag geht sogar noch einen Schritt weiter. Die Christdemokraten sehen nicht nur Bedarf bei den über Zehnjährigen, sondern auch bei den Senioren. Diese Altersgruppe nehme aufgrund demographischer Entwicklungen zu, und andere Kommunen hätten bereits gute Erfahrungen mit der Einrichtung von Seniorenplätzen mit erwachsenengerechten Fitness- und Spielgeräten gemacht, heißt es in der Antragsbegründung der CDU, die sich bis zu drei Plätze für ältere Kinder - etwa im Stil des Vorbilds Großen-Buseck (siehe Foto) - und einen für Senioren wünscht. Möglich wäre auch ein generationsübergreifendes Angebot. Aus Sicht der Freien Wähler böte sich als Standort eine Fläche am Albacher Sportplatz an.

Für beide Vorstöße kam positive Resonanz aus den Reihen der anderen Fraktionen. Bernd Voigt (Grüne) zeigte sich lediglich über den Sperrvermerk verwundert. »Wir sind uns doch einig, dass wir das wollen«, so Voigt. Manfred Riedl (SPD) regte an, Jugendpfleger und Seniorenbeirat bei den Planungen mit einzubeziehen, um die Bedürfnisse der Betroffenen zu eruieren. Riedl: »Sonst planen wir vielleicht etwas und die wollen das gar nicht.« Gerd Espanion (SPD) schlug vor, sich in anderen Kommunen zu informieren.

Zwei weitere Anträge der CDU zum Haushalt wurden am Dienstagabend behandelt. Mit dem Vorstoß »1000 Bäume für Fernwald« wollen die Christdemokraten Privatleute durch finanzielle Unterstützung dazu animieren, entsprechende Pflanzungen vorzunehmen. 20 000 Euro wurden dafür eingeplant, aber ebenfalls mit Sperrvermerk versehen. Das Votum erging einstimmig.

Zusätzliche 30 000 Euro hätte die CDU gerne in die Aktualisierung des Straßenkatasters gesteckt, bevor nach der Kommunalwahl über den künftigen Umgang mit den Beiträgen diskutiert wird. Weil der Zustand von Fernwalds Straßen aber von einem Unternehmen regelmäßig per Video erfasst wird, erhielten die Antragsteller von den anderen Fraktionen keine Unterstützung und zogen den Antrag zurück.

Weitere Anträge, die allerdings keine finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt haben, werden in einer separaten Sitzung in zwei Wochen behandelt. In Absprache mit den Fraktionen hatte sich Parlamentschef Dr. Robert Horn im Vorfeld auf dieses Vorgehen geeinigt, um trotz Haushaltsberatung eine lange Präsenzsitzung zu vermeiden und dennoch vor Ende der Wahlperiode alle anstehenden Themen abzuarbeiten. Trotzdem dauerte es am Dienstagabend drei Stunden, bis Haupt- und Finanzausschuss sowie Gemeindevertretung ihr Programm abgearbeitet und unter anderem Haushalt, Investitionsprogramm und Stellenplan samt diverser Änderungen beraten und beschlossen hatten.

Für die zweite Runde Mitte Februar schlug Gerd Espanion vor, die Haupt- und Finanzausschusssitzung samt inhaltlicher Debatte per Videokonferenz abzuhalten und zur Gemeindevertretung nur kurz zu treffen. Dafür gab es Zustimmung, Bernd Voigt warf die Frage auf, ob die neuerlichen Sitzungen überhaupt notwendig seien. Unstrittig war, was Dr. Robert Horn am Ende auf den Punkt brachte: »So etwas wie heute sollten wir uns nicht mehr leisten.« ti/Foto: ti

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