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Gertrud und Werner Schmitt sind seit sechs Jahrzehnten verheiratet.

Schlammbeiser feiern Diamanthochzeit in Annerod

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Fernwald (kjg). Lang, lang ist’s her: Am 17. Juli 1959 wurden sie im Standesamt in Gießen getraut - am Mittwoch feierten Gertrud und Werner Schmitt im Seniorenzentrum in Annerod ihre diamantene Hochzeit. Auf die Frage, wie man das schafft, 60 Jahre zusammenzuleben, antwortete der Jubilar: "Man muss sich halt zusammenraufen." Dann ergänzte er: "Wenn Gertrud mich anlächelt, ist der Tag gerettet."

Von Kindheit an bekannt

Beide Eheleute sind echte Schlammbeiser: Werner Schmitt wurde am 25. September 1933 geboren, Gertrud Schmitt erblickte in der Universitätsstadt am 18. Dezember 1936 das Licht der Welt. Sie waren Nachbarskinder, haben gegenüber gewohnt und sich immer wieder gesehen. Aber bis es dann zwischen den beiden "funkte", hatte es doch eine Weile gedauert.

Werner Schmitt war als Former tätig. Er baute Formen für die Motorblöcke der Horex-Motorräder, darunter die legendäre Horex "Regina". Später arbeitete er im Baugewerbe und in einer Autowerkstatt. Zu seinen Hobbys zählen die Musik und die gemeinsame Gartenarbeit mit Ehefrau Gertrud. An den Krieg und den Bombenangriff auf Gießen, den er im Keller überlebt hat, erinnert er sich noch gut.

Gertrud Schmitt arbeitete früher im Haushalt. Das Paar hat zwei Kinder, drei Enkel und mehrere Urenkel. Am Mittwoch feierte das Paar gemeinsam mit der kleinen Familie im Seniorenzentrum Annerod; dort haben sie ein gemeinsames Zimmer. "Hier fühlen wir uns wohl", betonte der Jubilar.

Kreisbeigeordneter Hans Jürgen Becker, Bürgermeister Stefan Bechthold und Ortsvorsteher Harald Hahn übermittelten die Glückwünsche der Gemeinde Fernwald, des Landkreises Gießen und des Hessischen Ministerpräsidenten.

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