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An der Kontrollstelle auf der A 480 bei Wettenberg werden die Temposünder von der Polizei gleich angehalten.

Ein Raser uneinsichtig

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Fernwald/Wettenberg (pm). Temposünder haben Mitarbeiter des regionalen Verkehrsdienstes am Donnerstag ins Visier genommen. Dabei zeigte sich erneut, dass es einige Autofahrer nicht so genau mit den vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen nahmen. Der Spitzenreiter, der statt der erlaubten 70 mit 147 Kilometern pro Stunde unterwegs war, muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

Unterstützt wurden die Polizeibeamten des Polizeipräsidiums Mittelhessen durch die Bereitschaftspolizei aus Lich, die Wachpolizei und das Gießener Ordnungsamt. Zwei größere Kontrollstellen wurden eingerichtet: Die unfallträchtige Bundesstraße 457 bei Steinbach und die A 480 bei Wettenberg.

An den Kontrollstellen setzten die Beamten eine Laserpistole ein. Nach festgestellten Verstößen wurden die Temposünder gleich direkt angehalten und überprüft.

Bußgeldbescheid in der Post

Entlang der B 457 bei Steinbach wurden 20 Pkw am Vormittag kontrolliert. An dieser Stelle ist die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt. Zuvor war es in diesem Bereich immer wieder zu schweren Unfällen gekommen. Der Spitzenwert bei den Kontrollen lag dabei bei 120 km/h, also einer Überschreitung von 50 km/h. Der Fahrer, auf den ein Monat Fahrverbot und ein Bußgeld von 160 Euro zukommt, zeigte sich sehr uneinsichtig.

Neun Fahrzeugführer bekommen zudem demnächst Post der zuständigen Bußgeldbehörde, da sie zwischen 21 und 40 km/h zu schnell unterwegs waren. Fünf Fahrzeugführer konnten ihre Strafe in bar bezahlen, fünf bekommen einen Überweisungsauftrag aus Kassel, da sie die Geldstrafe vor Ort nicht bezahlen konnten. Darüber hinaus wurden ein Fahrzeughalter sowie der Verlader von Ordnungsamtsmitarbeitern angezeigt. Das transportierte Gefahrgut war schlecht gesichert. Auf Halter und Verlader kommen Strafen in Höhe von jeweils 600 Euro zu.

Am Ausbauende der A 480 bei Wettenberg wurden dann am Donnerstagnachmittag 45 Fahrzeuge nach Geschwindigkeitsverstößen angehalten. Am Ausbauende der Autobahn beziehungsweise im Baustellenbereich ist eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erlaubt. Sechs Autofahrer hatten es besonders eilig, denn ihre Geschwindigkeit war so schnell, dass sie demnächst ihren Führerschein abgeben müssen. Der Spitzenreiter war dabei 67 km/h zu schnell. Er muss als einziger zwei Monate seinen Führerschein abgeben, bekommt zwei Punkte und muss 440 Euro Bußgeld bezahlen.

Die anderen fünf Fahrzeugführer müssen mit einem Fahrverbot von einem Monat, zwei Punkten und 160 beziehungsweise 240 Euro rechnen. Die Geschwindigkeitsüberschreitungen der Fahrer lagen im Bereich von 41 bis 51 km/h.

17 Fahrer bekommen einen Bußgeldbescheid aus Kassel, da sie zwischen 21 und 40 km/h zu schnell waren. 22 weitere Autofahrer lagen im sogenannten Verwarngeldbereich. Die meisten davon bezahlten an Ort und Stelle.

Schließlich hatte noch der Fahrer eines Sprinters keinen Feuerlöscher für das beförderte Gefahrgut dabei. Ihn erwartet ein Bußgeld von 500 Euro.

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