Projekte statt Verordnungen

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Parteien haben es heutzutage schwer, Menschen für ihre Programme zu begeistern. Wahlbeteiligungen sind rückläufig, die Politikverdrossenheit nimmt zu. Bei einem Großteil des Nachwuchses ist erst gar kein Interesse vorhanden. Weil aber die Teilhabe der Bürger wichtig für die Demokratie ist, wollen Fernwalds Grüne insbesondere junge Menschen interessieren. Mehr noch – in die Politik einbinden. In der Gemeindevertretung hatten sie deshalb beantragt, die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlamentes zu prüfen.

Parteien haben es heutzutage schwer, Menschen für ihre Programme zu begeistern. Wahlbeteiligungen sind rückläufig, die Politikverdrossenheit nimmt zu. Bei einem Großteil des Nachwuchses ist erst gar kein Interesse vorhanden. Weil aber die Teilhabe der Bürger wichtig für die Demokratie ist, wollen Fernwalds Grüne insbesondere junge Menschen interessieren. Mehr noch – in die Politik einbinden. In der Gemeindevertretung hatten sie deshalb beantragt, die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlamentes zu prüfen.

Im Sozialausschuss am Dienstagabend wurde das Thema aufgerufen, am Ende jedoch nicht darüber abgestimmt.

Keine Planung vom grünen Tisch

Generell befürworten die anderen Fraktionen die Beteiligung junger Menschen. Doch in Fernwald gibt es bereits ein politisches Gremium für den Nachwuchs, den Jugendbeirat. 2007 war dieser im zweiten Anlauf gegründet worden, das Engagement der Mitglieder aber nach wenigen Sitzungen eingeschlafen.

Jan-Eric Walb (CDU), der es für wichtig hält "die Demokratie am Leben zu halten", sprach sich, wie andere auch, für eine Reaktivierung des Gremiums aus. Er vertritt allerdings die Ansicht, dass man den Mitgliedern auch Aufgaben geben muss. Walb: "Sonst wird das Ganze nichts bringen." Zudem plädierte er für einen Aufruf, um das vorhandene Interesse abzufragen. Peter Steil (FDP) meint, dass Jugendliche nur mit konkreten Projekten zu begeistern sind. Satzungen und Verordnungen hätten eher abschreckende Wirkung. Sein Vorschlag: Hilfe von außen holen. Also von jenen Städten und Gemeinden, in denen solche Gremien erfolgreich arbeiten. "Das klassische Fortsetzen halte ich für eine Totgeburt." Auch Bürgermeister Stefan Bechthold äußerte Zweifel. "Ich glaube nicht, dass es gelingt, allein über den Beirat Interesse zu wecken." Gerd Espanion (SPD) würde zwar eine Reaktivierung begrüßen, "aber nicht hier vom grünen Tisch aus". Sein Vorschlag: Mit den Jugendlichen zusammen ein Konzept entwickeln.

Martin Tasci-Lempe (Grüne), der den Antrag seiner Fraktion begründet hatte, zeigte sich konsterniert ob der vielen Schwierigkeiten. Schließlich stellten die Grünen den Antrag zurück. Sie wollen zunächst die offenen Fragen klären, noch einmal in der Fraktion diskutieren und dann wieder darauf zurück kommen.

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