Die Plattschwätzer und der Kittel

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Viele Menschen lesen gerne die Zeitung zum Frühstück. Vermutlich gehört auch der Knecht Karl aus der Mundartgeschichte von Karl-Heinz Theiß dazu. Nur hat dieser in der neuesten Folge der "Plattschwätzer" ein Problem, was ihn darin hindert...

"Doas wonn noch Dsairea, wäi die Bauearn noch Maarea ean Gnächdea harrea [Das waren noch Zeiten, als die Bauern noch Mägde und Knechte hatten]. Wäi vier langea Dsairea ean Dingsbachhausea enn Bauear eanaus of sain Hoob kuum soajea, wäi sain Gnächd Kall meream Measdhoogea eam Suddearloch earimrihrn däead [Als vor langen Zeiten in Dingsbachhausen ein Bauer hinaus auf seinen Hof kam sah er, wie sein Knecht Karl mit dem Misthaken in der Jauchegrube herumrührte].

›Ai Kall - woas mächsd Du da do? Woas soll da doas gäeawea, wann dea feaddij saisd?‹ [›Ei Karl - was machst Du denn da? Was soll denn das geben, wenn Du fertig bist?‹] ›Ai Härr - mir eas doch main bloea Kill eans Suddearloch geafann ean eds browiern aich, oab aich ean feannea ean earaus hoain kann‹ [›Ei Herr - mir ist doch mein blauer Kittel in die Jauchegrube gefallen und jetzt probiere ich, ob ich ihn finde und heraus holen kann‹].

›Hirr off, doas wärd noch naud! Woad’s oab, beas eas Loch wirrea lier eas‹ [›Hör’ auf, das wird doch nichts! Warte es ab, bis die Grube wieder leer ist‹].

›Ai joa - im denn aalea Kill eas eas jo nidd schoad, oawear eam linggea Sagg schdeggd doch noch mai Froihschdegg deann!‹ [›Ei ja - um den alten Kittel ist es ja nicht schade, aber in der linken Tasche steckt doch noch mein Frühstück!‹]pm

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