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Die Plattschwätzer und der Hochzeitstag

  • vonred Redaktion
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Bei den Plattschwätzern geht es diesmal um ein besonderes Datum: "›Aich hu Dich gärn, main Aacheaschdärn!‹ [›Ich liebe Dich, mein Augenstern!‹] Doas sai grußea Woaddea ean däi sääd mear nidd so efach dohie [Das sind große Worte und die sagt man nicht so einfach dahin].

Ean nu hu dea Rudolf ean sai Maridda goldean Hochdsaid [Und nun haben der Rudolf und seine Maritta goldene Hochzeit].

Ea poar Doag vier dem Jubealdoag saad die Maridda baim Froihschdegg dsoau äeahm goaurea Mann: ›Du Rudolf - wäi mear grie Hochdsaid harrea, hosdea dsoau mir ‚Ich liebe Dich!‘ geasaad. Aich wäß eas noch gans geanau. Nu sai mear foffdsij Juhr veahoairoad ean Du hosd doas nidd emoo mieh dsoau mir geasaad. Aich häd’s so gärn als alseamo noch geahord.‹

[Ein paar Tage vor dem Jubeltag sagte die Maritta beim Frühstück zu ihrem Mann: ›Du Rudolf - als wir grüne Hochzeit hatten, hast Du zu mir ‚Ich liebe Dich!‘ gesagt. Ich weiß es noch ganz genau. Nun sind wir fünfzig Jahre verheiratet und Du hast das nicht einmal mehr zu mir gesagt. Ich hätte es so gern ab und zu noch mal gehört.‹]

Dea Rudolf hodd sai Maridda oogeaguggd ean saad: ›Schdimmd - doas hun aich vier foffdsij Juhr geasaad ean aich schdieh haud noch dodeazoau. Geasaad eas geasaad. Du wääsd doch, doass aich aud nidd gärn dswämoo saa ean wann sich aud geaenneard hädd, dann här ich Dir doas beaschdimmd geasaad.‹" [Der Rudolf hat seine Maritta angeschaut und sagte: ›Stimmt - das habe ich vor fünfzig Jahren gesagt und ich stehe heute noch dazu. Gesagt ist gesagt. Du weißt doch, dass ich etwas nicht gerne zweimal sage und wenn sich etwas geändert hätte, dann hätte ich Dir das bestimmt irgendwann gesagt!‹]

In diesem Sinne: alles beim Alten! bf/FOTO: DPA

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