Die Plattschwätzer und der gewonnene Urlaub

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Passend zur Urlaubszeit beschäftigt sich "Plattschwätzerin" Rita Mattern diesmal mit einem Reisegewinn.

Erich und Herbert treffen sich nach langer Zeit wieder, Erich staunt über dessen Bräune. Herbert klärt ihn auf: " Mir harre e Rääs gewonn [Wir haben eine Reise gewonnen]." Erich gratuliert: "No, do hadder owwer Glegg! [Na, da habt ihr aber Glück]." Er wundert sich nur über Herberts Gesichtsausdruck.

Herbert: "Schie woarsch. Joa - schie hääß. Meadde im Juli, un’ aach schie deuer [Schön war`s, vor allem schön heiß und teuer. Mitten im Juli]." Erich wundert sich: "Ich denke, ihr hat gewonn? [Ich dachte, ihr habt gewonnen?]"

Herbert berichtet: "Ean Moads-Gewinn woar doass! D’s Hotel waor weit weg vom Wasser un sauwer woarsch aach näit. Jeden Doach musde’mer merrem Bus gottwääß wuhie foahrn. Un do goabs dann laurer echde, billiche Sache. Viel’se deuer und laurer Schrodd, wann de mich freechsd. Bei däre Hedz mussde’mer dann iwwer so Märkte laafe. Mei Fraa hod ärn Geäldbeul geklaut kridd. Eann eich mußt den echde Goldschmuck, den se sich u’bedingt kaafe mußt, aach noch bezoahn. [Ein toller Gewinn war das. Das Hotel war weit weg vom Wasser und nicht sauber. Jeden Tag mussten wir mit dem Bus weit fahren. Da gab es dann lauter echte, billige Sachen - teuer und lauter Schrott. Dann mussten wir in der Hitze über Märkte laufen. Meiner Frau wurde der Geldbeutel geklaut. Ich musste ihr dafür dann noch den Goldschmuck bezahlen]."

Erich ist bedient: "Gewonn huu mir. O’ Erfahrung, wann’des genau weasse willsd. De nächste Urlaab buch ich seälwer [Gewonnen haben wir - an Erfahrung. Den nächsten Urlaub buche ich selbst]." In diesem Sinne: Augen auf, was hinter dubiosen Gewinnversprechen wirklich steckt. (pm)

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