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Die Plattschwätzer und der Badetag bei Oma

  • vonred Redaktion
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Die Seite "Notizen aus der Provinz" erscheint in der Regel immer samstags. Das war und ist in vielen Haushalten traditionell der Badetag. Früher mussten alle noch in dasselbe Wasser steigen, war es ja auch ein ordentlicher Aufwand, dieses heranzuholen und zu erhitzen. Mittlerweile ist dies dank zentraler Wasserversorgung und Boiler bzw. Heizungsanlage in den meisten Haushalten auch Geschichte.

Auch bei den "Plattschwätzern" geht es um den Badetag. Den Text in Mundart hat Karl-Heinz Theiß verfasst.

"Eas Enggealchea eas bai dea Omma off Beasuch [Das Enkelchen ist bei der Oma zu Besuch]. So wäi’s froihjear schu woar, kum doas Keand dea Sonnowead ean die Boadwann [So wie es früher schon war, kam das Kind am Samstag in die Badewanne]. Irschd durfd’s ea Wail ean dem woarmea Wassear puddealn [Erst durfte es eine Weile in dem warmen Wasser planschen].

Off emool soag’s, doass sai Feangearkubbea gans ronsealij wonn. [Auf einmal sah es, dass seine Fingerkuppen ganz runzelig waren]. ›Omma, Omma - häi gugg eamoo. Mai Feangear sai gans ronsealij!‹ [›Omma, Omma - hier guck einmal. Meine Finger sind ganz runzelig‹].

›Doas gidd wirrea wägg. Doas eas voom Wassear‹ (›Das geht wieder weg. Das ist vom Wasser‹).

›Ommaaaa - wann aich mir Dai Geasichd beadroachdea, dann hosd Du doas viel sea viel geawoaschea ean doarim sai däi Ronsean all geableawwea‹ (Ommaaa - wenn ich mir Dein Gesicht betrachte, dann hast Du das viel zu viel gewaschen und darum sind die Runzeln alle geblieben‹]."pm/FOTO: DPA

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