Grundschule Annerod

Noch ein Container

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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Fernwald(us). Die Grundschule in Annerod platzt aus allen Nähten. Doch die Schulgemeinde wird sich noch eine Weile in beengten Verhältnissen einrichten müssen. Mit der Fertigstellung des neuen Schulgebäudes ist nicht vor Sommer 2023 zu rechnen. Das teilte Kreispressesprecher Dirk Wingener auf Anfrage mit. Und am alten Standort wird es noch enger werden. Wie der Landkreis bestätigte, werden für das Schuljahr 2021/22 36 Abc-Schützen erwartet. Eine Klasse reicht da nicht. Da aber im Sommer 2021 nur eine vierte Klasse die Schule verlassen wird, fehlt ein Raum. Deshalb soll auf dem Schulgelände ein weiterer Container aufgestellt werden. Dort ist aus Sicht der Anneröder Eltern aber jetzt schon kein Platz mehr.

Einen genauen Standort konnte Wingender nicht nennen. Der Bau der neuen Grundschule sei einem Generalplaner übertragen worden, der auch die Auslagerung plane, weil nur er die Bauabläufe kenne. Ob eine Aufstockung des bereits bestehenden Containers möglich sei, werde in Absprache mit der Bauabteilung des Landkreises geklärt.

Zum weiteren Zeitplan erläuterte Wingender, dass der Generalplaner derzeit die Projektgenehmigung vorbereite, die im Dezember im Kreistag erfolgen soll. Bis dahin werde auch eine Kostenschätzung vorliegen. Ausführungsplanung, Vergabeplanung und die Vergaben für den Rohbau seien die dann folgenden Schritte. Erst danach könne mit dem Bau begonnen werden, Stand jetzt nicht vor Juni 2021.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist auch das Baugrundstück noch nicht freigeräumt. Die Gemeinde Fernwald stellt es dem Kreis zur Verfügung, der Kreis erklärt sich im Gegenzug unter anderem bereit, den darauf stehenden Hochbehälter abzureißen. Das hat der Kreistag so auch schon beschlossen, der Abriss des Hochbehälters lässt aber weiter auf sich warten. Auch der Vertrag zwischen Kreis und Gemeinde ist noch nicht unterzeichnet.

Zum Hintergrund erläutert Wingender, dass die Kommune nach dem Kreistagsbeschluss noch weitere Wünsche für den Vertrag geäußert habe, über die der Kreistag am kommenden Montag entscheiden werde. "Es handelt sich dabei um das Recht, am Rande des Grundstücks eine Straße als Zuwegung zu einem eventuellen Baugebiet auf dem Sportplatz zu errichten", konkretisiert der Kreissprecher. Der Abriss des Hochbehälters könne erst erfolgen, wenn der Vertrag geschlossen ist.

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