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Noch türmt sich haufenweise Schotter hinter der neuen Halle des Verpackungsmaschinenherstellers Rovema auf. In drei Wochen soll auch der rund 1500 Quadratmeter große An- und Abfahrtsbereich für Lkw fertig sein.

Die neue Halle steht

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Fernwald (ti). 699 Mitarbeiter beschäftigt der Verpackungsmaschinenhersteller Rovema in elf Ländern. 566 davon arbeiten am Standort in Annerod. Dort hat sich in den vergangenen Monaten baulich einiges getan: Im hinteren Bereich des Firmengeländes ist eine neue Halle entstanden. Zudem wird im Altbestand modernisiert und Richtung Bundesstraße der Parkplatz erweitert. Acht Millionen Euro lässt sich die Franz Haniel & Cie. GmbH das kosten. Nach den Sommerferien soll Einweihung gefeiert werden.

3300 Quadratmeter Fläche umfasst die neue, 15 Meter hohe Halle aus Stahlbeton-Fertigteilen. Eine Woche nach der Grundsteinlegung im November vergangenen Jahres hatte der Bau begonnen, seit zwei Wochen ist das Gebäude - abgesehen von ein paar Malerarbeiten - fertig. Das berichtet Projektleiter Andreas Pfalzgraf von der Firma Goldbeck, welche die Halle für Rovema errichtet hat. Sobald die Aufsichtsbehörde grünes Licht gibt, soll sie in Betrieb gehen. Konkret wird dort die Endmontage besonders großer Verpackungsmaschinen und -anlagen stattfinden, die sehr viel Platz in Anspruch nimmt, wie Rovema-Pressesprecherin Nadja Richter erklärt. Um diese Maschinen besser in der Halle bewegen zu können, wurde unterhalb des Trapezblechdachs eine zweischiffige, doppelte Krananlage montiert, die mit 25 Metern Länge nicht nur über eine enorme Spannweite verfügt, sondern mit insgesamt 40 Tonnen auch über eine sehr hohe Traglast. "Das wird uns künftig flexiblere und effizientere Arbeitsabläufe ermöglichen", so Richter.

30 zusätzliche Arbeitsplätze

Während die Halle bereits fertiggestellt ist, werden darin in den kommenden Wochen noch Pausen-, Verpflegungs- und Besprechungsräume entstehen sowie in einem der alten Gebäude zusätzliche Büros, um für die Mitarbeiter schallgeschützte PC-Arbeitsplätze zu schaffen. Zudem laufen derzeit die Arbeiten im Außenbereich, mit deren Abschluss Pfalzgraf in drei Wochen rechnet. Zu den bestehenden 338 Parkplätzen entlang der Industriestraße kommen 142 weitere dazu. Wege werden neu angelegt, darunter eine Umfahrung für die Feuerwehr, ebenso der Bereich hinter der Montagehalle, wo auf rund 1500 Quadratmetern die Lkws an- und abfahren können.

Die letzte Erweiterung hatte Rovema 2016 vorgenommen. Damals wurde nach sieben Monaten Bauzeit eine Produktionshalle mit einer Kapazität von rund 1000 Quadratmetern in Betrieb genommen. Zu wenig, wie sich schnell herausstellte. Denn der Platz reicht für das Handling der zahlreichen, mitunter sehr großen Verpackungsmaschinen nicht aus. Deshalb der Neubau, der sich jetzt an die alte Halle anschließt.

Die neue Montagehalle wird dem Standort Annerod bei guter Auftragslage auch Arbeitsplätze bescheren. 30 bis 40 neue Mitarbeiter sollen laut Richter in den kommenden drei Jahren eingestellt werden.

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