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Mit dem symbolischen Spatenstich ist der nächste Schritt getan: Bis Ende des Jahres will im Baugebiet »Jägersplatt« in Anneord der Nahversorger öffnen, die Kita der Lebenshilfe folgt 2022.

Nahversorger naht

  • vonConstantin Hoppe
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Fernwald (con). Das Warten auf einen neuen Nahversorger in Annerod hat noch in diesem Jahr ein Ende - so ist zumindest der Plan. Nun erfolgte am Freitagmorgen am Kreisverkehr an der Großen-Busecker Straße der symbolische Spatenstich durch Bürgermeister Stefan Bechthold und den weiteren Projekt-Beteiligten.

Bis November soll dort ein Norma-Markt entstehen. Zeitgleich beginnen die Arbeiten für die benachbarte Kindertagesstätte, die von der Lebenshilfe als Betreiber geführt wird. Sie wird voraussichtlich im Sommer 2022 ihren Betrieb aufnehmen und Platz für vier Betreuungsgruppen bieten.

Aufregung über Facebook-Post

»Heute ist ein schöner Tag für Fernwald und ganz besonders für Annerod«, freute sich der Bürgermeister. Das Projekt hat nicht nur den Bürgermeister lange begleitet. »Die Ansiedlung eines Nahversorgers in Annerod war der härteste Kampf, den wir führen mussten. Und aus meiner Sicht das Beste, was wir in den vergangenen acht Jahren erreicht haben«, sagte Bechthold. Annerod ist seit Schließung des Nahkaufs 2013 ohne Nahversorger.

Daneben konnte der Bürgermeister gestern weitere gute Nachrichten verkünden: Mit dem Nahversorger wird auch ein Sparkassen-Servicepunkt ins Baugebiet »Jägersplatt« kommen. »Allerdings erst einmal zur Probe. Es liegt an den Bürgern, diesen Service auch anzunehmen«, teilte Bechthold mit.

Und auch die Kita soll mehr beherbergen als »nur« eine Kinderbetreuung: »Wir wollen ein Familienzentrum einrichten, in dem es soziale Angebote geben wird«, sagten Ursel Seifert (Geschäftsführung der Lebenshilfe) und Jennifer Seidler (stellvertretende Bereichsleitung Lebenshilfe). »Dazu wollen wir schauen, welche Bedarfe es vor Ort gibt.«

Für einige Aufregung sorgte im Vorfeld ein Facebook-Post der SPD Fernwald: Diese sprach bereits am Donnerstag ihre Freude über den Spatenstich am Freitagmorgen aus - was bei den Fraktionen von CDU, FW und Grünen für einige Verwunderung sorgte. Die anderen Fraktionen wussten nach eigenen Angaben nichts von dem geplanten symbolischen Akt und bemängelten die Informationslage der Gemeindevertreter. »Das ist doch reines Wahlkampfgeplänkel«, meinte der Bürgermeister auf Nachfrage. »Es war noch nie üblich, dass die Parteien zu einem Spatenstich eingeladen werden. Man sollte sich doch lieber freuen, dass wir das hier gemeinsam erreicht haben und das nicht politisch nutzen - das richte ich an alle Parteien.« Zumal alle Beschlüsse einstimmig gefasst wurden, so Bechthold.

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