"Nachhaltigkeit über Bord geworfen"

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Fernwald(pm). Die Ortsgruppe Annerod des Hessischen Bauernverbandes kritisiert die Pläne der Gemeinde, im Bereich "Haaracker/Im Himberg" Baugrundstücke für gemischte und gewerbliche Nutzung schaffen zu wollen.

"Der Boden ist Lebensraum, Wasserspeicher, Wasserfilter und der größte CO2-Speicher der Welt. Ohne ihn würde unser Ökosystem nicht funktionieren. Er ist die Grundlage für unsere Ernährung und damit im wahrsten Sinne des Wortes die Basis der menschlichen Existenz", schreibt Landwirt Bernd Schäfer in einer Pressemitteilung.

Durch die Bebauung würden wieder landwirtschaftliche Flächen verloren gehen. Der Boden sei "zum Spielball für Investoren geworden". Statt die Flächen für die Nachwelt zu erhalten, werde die "Nachhaltigkeit über Bord geworfen".

Fernwald gehöre zu den Kommunen mit dem größten Flächenverbrauch des letzten Jahrzehntes im Kreisgebiet, heißt es in der Pressemitteilung weiter. 2018 seien 21,8 Prozent der Gemeindefläche für Siedlung und Verkehr genutzt worden. "Diese Entwicklung darf so nicht weitergehen", schreibt Landwirt Karl-Heinz Schäfer. Die Anneröder Landwirte fordern darum die Gemeindevertretung auf, die Pläne für das Gebiet zu verwerfen.

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