Obstwiesen

NABU kritisiert Aussagen des Bürgermeisters

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Fernwald (pm). Kritik an Äußerungen von Bürgermeister Stefan Bechthold, wonach in Fernwald kein Interesse an der Pflanzung, Pflege und Nutzung der Obstwiesen besteht (die GAZ berichtete), weist die örtliche Naturschutzbund-Gruppe empört zurück. Der Fernwälder Obstbaumbestand sei größtenteils in einem guten Pflegezustand und eine Bereicherung für die Natur und Landschaft.

Die gemeindeeigenen Bäume würden seit Jahrzehnten vom Bauhof gepflegt oder von privaten Pächtern, die kirchlichen Bäume vom NABU, erläutere NABU-Vorsitzende Luise Klee. Baumschul-Fachleute, die die Streuobstbestände besichtigten, hätten stets begeistert darauf hingewiesen, dass es sich hier um ein »tolles Areal, das weit und breit seinesgleichen sucht«, handele. In den vergangenen Jahren seien auch verstärkt Obstbäume durch Gemeinde, NABU und Privatleute nachgepflanzt worden. Sogar die beiden neuen Bürgermeisterkandidaten hätten 2020 bereits je einen Obstbaum gespendet und auf die kirchlichen Obstwiesen gepflanzt.

Auch bei der Obsternte sei gesteigertes Interesse zu verzeichnen, erläutert Klee. Gegen einen geringen Betrag könnten Interessierte auf den gemeindeeigenen und kirchlichen Grundstücken die Obstbäume ihrer Wahl für eine Saison abernten. Dieses Angebot werde rege genutzt, finde man doch hier alte Obstsorten, die es im Handel nicht mehr gebe.

Daher wünsche sich der Naturschutzbund, dass auch weiterhin Obstbäume auf den Streuobstwiesen nachgepflanzt werden. Klee: »Das Interesse der Bürger ist da.«

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