Mischung aus Football und Gladiatorenkämpfen

Dumpf schallen die Trommelschläge über die abgesteckten Spielflächen. Zwei Spieler umkreisen sich und stechen mit ihren Pompfen nacheinander. Ein Dritter – der Läufer – beobachtet die Szene aus etwas größere Entfernung, während seine Aufmerksamkeit aber vor allem auf dem sogenannten Jugg liegt, der sich zwischen den beiden Kämpfern befindet. Der Jugg, das ist ein stilisierter Hundeschädel aus Schaumstoff und Latex. Um den geht es letztlich. Und dann geht es ganz zügig: Schnelle Hiebe, einer der beiden wird an der Schulter getroffen und geht in die Knie. Der Läufer schnappt sich den Jugg und trägt ihn ins "Mal" – gewissermaßen das Tor.

Dumpf schallen die Trommelschläge über die abgesteckten Spielflächen. Zwei Spieler umkreisen sich und stechen mit ihren Pompfen nacheinander. Ein Dritter – der Läufer – beobachtet die Szene aus etwas größere Entfernung, während seine Aufmerksamkeit aber vor allem auf dem sogenannten Jugg liegt, der sich zwischen den beiden Kämpfern befindet. Der Jugg, das ist ein stilisierter Hundeschädel aus Schaumstoff und Latex. Um den geht es letztlich. Und dann geht es ganz zügig: Schnelle Hiebe, einer der beiden wird an der Schulter getroffen und geht in die Knie. Der Läufer schnappt sich den Jugg und trägt ihn ins "Mal" – gewissermaßen das Tor.

Am Wochenende startete zum dritten Mal der Lahnveilchen-Cup – das Turnier der Jugger-Abteilung des TSV Albach. Dazu reisten Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet nach Albach. Mit dem Lahnveilchen-Cup fand zudem auch zum zehnten Mal die Hessische Meisterschaft statt.

Jugger lässt sich am leichtesten mit einer Mischung aus Football und Gladiatorenkämpfen beschreiben – aber es ist noch deutlich mehr. Auf den ersten Blick sind viele Spielzüge undurchsichtig, vieles wirkt martialisch. Doch das täuscht: Die richtige Taktik ist essenziell für den Sieg.

Bei dem Mannschaftsspiel treten fünf Spieler pro Team an. Die Spielgeräte heißen Pompfen und sind mit Schaumstoff umwickelte Stäbe in unterschiedlichen Längen, dazu noch eine lange Kette. Zusätzlich finden auch Schilde Verwendung. Vier Spieler jedes Teams sind mit diesen Pompfen ausgerüstet, der Fünfte ist der Läufer. Während dieser probiert, den Spielball – den Jugg – ins Tor des Gegners zu bringen, versuchen seine Mitspieler, die andere Mannschaft mit den Pompfen zu treffen. Den Jugg darf nur der Läufer tragen. Wie er ihn ins Tor bringt, bleibt ihm überlassen.

Wer von einer Pompfe erwischt wird, muss für einige Sekunden auf dem Boden knien und darf erst nach Ablauf der Frist wieder mitmischen. Nach einem Tor gehen die Teams in ihre Ausgangspositionen zurück. Die Zeit während der Spiele wird durch Trommelschläge gemessen – ein Spiel dauert meist zweimal 100 oder 150 Schläge.

Bürgermeister Bechthold begeistert

Dass es eine taktisch geprägte Sportart ist, zeigte sich auch während den Spielen am Wochenende: Eine kurze Änderung in der Aufstellung konnte da noch manch verloren geglaubtes Spiel drehen. Auch Fernwalds Bürgermeister Stefan Bechthold war begeistert vom Gebotenen: "Das ist einfach toll hier, Ich bin nachhaltig von diesen beiden Tagen beeindruckt und freue mich jetzt schon auf das Turnier im nächsten Jahr".

Für die erste Mannschaft der Gastgeber reichte es immerhin zu Platz sieben. Die Nachwuchsmannschaft der "Lahnveilchen" belegte den 20. Rang. Das Finale gewannen die "HaWu Allstarz" aus Hagen. 18:8 gegen die "Pink Pain" aus Darmstadt.

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