Tulpenweg Annerod

Mehrheit votiert für Verkauf

  • vonChristina Jung
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Fernwald(ti). Immer wieder wurde in der Vergangenheit in den Gremien über die Baulücke im Anneröder Tulpenweg diskutiert. Jetzt ist das vorerst letzte politische Kapitel des gemeindeeigenen Grundstückes geschrieben. Mit großer Mehrheit votierte die Gemeindevertretung am Dienstagabend für den Verkauf der rund 2000 Quadratmeter großen Grünfläche an die EFM Management AG Frankfurt. Allerdings nicht ohne vorherige Debatte.

Gegenwind kam - wie bereits in den Fachausschüssen zwei Wochen zuvor - aus den Reihen von Grünen und FDP. Der Freie Demokrat Peter Steil betonte erneut, dass er sich einen Ideenwettbewerb der Investoren gewünscht hätte, außerdem soziales Wohnen. Steil: "Die Gelegenheit einer anständigen Vermarktung ist verstrichen."

Bürgermeister Stefan Bechthold hielt entgegen, dass es außer dem Frankfurter Investor keinen weiteren Interessenten gegeben habe, da für das Grundstück, dem eine Normenkontrollklage anhafte, ein doppelter Ausgleich sowie die Kosten des Bebauungsplans anfielen. Bechthold: "Wir können froh sein, dass überhaupt jemand all das auf sich nimmt."

Ulrike Bell-Rieper (FW) wies darauf hin, dass der Kaufpreis dem marktüblichen entspreche und sich an dieser Stelle die Gelegenheit der Innenverdichtung biete. Zudem habe der Investor bereits im Grasweg gezeigt, dass er ansprechende Konzepte verfolge.

Argumente, die weder den Freien Demokraten noch die Grünen überzeugten. "Diese Ausgleichsfläche ist gut gewählt", befand Bernd Voigt (Grüne). Im Wohngebiet spiele sie eine wichtige Rolle und gehöre nicht bebaut.

Am Ende votierten 17 Gemeindevertreter von SPD, FW und CDU für den Verkauf des Areals, die beiden Vertreter von FDP und Grünen dagegen.

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