Mehrheit für Wohnbebauung

  • VonKarl-Josef Graf
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Fernwald (kjg). In Annerod gibt es im Bebauungsplan »Sondergebiet am Busecker Weg« zwischen dem geplanten Nahversorger und der Rückseite der Grundstücke Dahlienweg Flächen, die als Allgemeines Wohngebiet zur Wohnbebauung ausgewiesen sind. Hier könnten zwei bis drei Grundstücke und ein Rad-/Fußweg vom Tulpenweg zum Nahversorger entstehen oder auch Grünland, das einmal im Jahr gemäht wird.

Die CDU spricht sich für eine Grünfläche aus, während die SPD im Sinne der innerörtlichen Verdichtung dort Häuser hinbauen will.

Matthias Klose (CDU) bezweifelte, ob man wirklich jeden Quadratmeter zubauen müsse. Es gebe zwar in der unmittelbaren Nachbarschaft Streuobstwiesen, aber die Grünfläche zwischen der Wohnbebauung sowie Nahkauf und Kita wäre gut für die innere Ortslage. Man könne da nicht auf alles Grün verzichten.

Verdichtung im Ort

Zwischen der Andienung und der eingehausten Ladefläche des Nahversorgers sowie der Wohnbebauung könne er sich sehr gut, auch unter dem Gesichtspunkt der Lärmimmissionen, eine Grünfläche vorstellen, sagte Sasha Höres (CDU). Peter Holl von den Freien Wählern will die Fläche als Baugebiet für die Wohnbebauung ausweisen, wer will, kann es kaufen, waren seine Worte.

SPD-Fraktionschef Gerd Espanion erinnerte die CDU an deren eigenes Wahlprogramm. Dort sei dokumentiert: »Wir setzen uns ein für den Vorrang einer innerörtlichen Verdichtung.« Ebenfalls für die Verdichtungsfläche mit Wohnbebauung setzte sich Bürgermeister Stefan Bechthold ein. Fernwald habe den größten Anteil an Streuobstwiesen im Landkreis. »Wir bebauen doch nicht die letzte innerörtliche Grünfläche, aber diese Flächen müssen nicht ›grün‹ werden.«

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) stimmten mit Mehrheit gegen den CDU-Änderungsantrag, die Flächen zu begrünen. Die Ausweisung als Allgemeines Wohngebiet mit Bebauung auf zwei bis drei Grundstücken und dem Rad-/Fußweg zum geplanten Nahversorger wurde mehrheitlich beschlossen.

Die Entschädigungssatzung, die zuletzt vor 17 Jahren geändert worden war, soll um einen Punkt erweitert werden, der die digitale Gremienarbeit beinhaltet. Aufwandsentschädigungen und Verdienstausfall sollen angepasst werden. Die HFA-Mitglieder stimmten einstimmig zu.

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