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600 Interessenten bewerben sich um Baugrundstück in Fernwald

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Von: Gabriele Krämer

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Das Baugebiet „Jägersplatt“ in Fernwald (Kreis Gießen) scheint für viele äußert attraktiv.

Fernwald - Unglaublich: Sage und schreibe 600 Interessenten haben sich um ein Baugrundstück auf dem vierten Abschnitt des Baugebietes »Jägersplatt« in Fernwald-Annerod (Kreis Gießen) beworben. Dort laufen aktuell die Erschließungsarbeiten, die am Mittwochmorgen offiziell mit dem symbolischen ersten Spatenstich durch Repräsentanten der Gemeinde Fernwald, dem Investor IMAXX-Projektentwicklungsgesellschaft und dem Bauunternehmen Baustra (Wilnsdorf) gestartet wurden.

Die Vergabekriterien der Gemeinde für die Parzellen auf der 3,4 Hektar großen Fläche sind eindeutig: Hier dürfen ausschließlich Fernwälder Bürger bzw. Fernwald-»Rückkehrer« bauen. Es bleiben dennoch 60 Interessenten in der engeren Auswahl - für 30 Grundstücke mit Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften und eine größere Fläche, auf der sieben Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. Wer letztlich den Zuschlag für eines der 500 bis 650 Quadratmeter großen Baugrundstücke erhält, das soll laut Bürgermeister Manuel Rosenke im November feststehen.

In Fernwald laufen Erschließungsarbeiten.
In Fernwald laufen Erschließungsarbeiten. © Gabi Kraemer

Fernwald im Kreis Gießen: Klimaneutrale Energieversorgung für Baugebiet

»Auf jeden Bauplatz kommen drei Wohnungen«, wies IMAXX-Geschäftsführer Jochen Ahl auf den hohen Verdichtungsgrad im Baugebiet »Jägersplatt IV« hin. Denn im Unterschied zu den Gebieten I bis III werde es hier auch Eigentumswohnungen geben. Die Erschließungskosten für das neue Baugebiet bewegen sich in einer Größenordnung von bis zu 7 Millionen Euro. Hinzu kommen die Kosten für die CO2-neutrale Wärmeversorgung durch geothermische Nutzung (Grundstücke werden u. a. mit Erdwärmekörben ausgestattet) sowie für eine begrünte Lärmschutzwand und ein Regenrückhaltebecken, das für alle vier Bauabschnitte am Krebsbach errichtet werden soll. »Wir versuchen, den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten«, unterstrich Ahl. LED-Beleuchtung, betonarmes Pflaster und Glasfaserversorgung waren weitere Stichworte mit Blick auf eine nachhaltige Erschließung. Der Baufortschritt kann sich sehen lassen; laut Rosenke liegt die Erschließung voll im Zeitplan.

Gegenwärtig seien rund ein Dutzend Baustra-Mitarbeiter vor Ort - mit verstärktem Maschinenpark, darunter auch hochmoderne Bagger. (ik)

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