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Die Fernwälder Lahnveilchen in Aktion.

Mit Köpfchen und Kraft

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Fernwald (con). Dumpf hallen die Trommelschläge, Befehle werden gebrüllt, Spieler stürmen heran und schwingen ihre Pompfen: Beim vierten Lahnveilchen-Cup der Jugger-Mannschaft aus Albach war am Wochenende viel Action angesagt. Jugger lässt sich am leichtesten mit einer Mischung aus Football und Gladiatorenkämpfen beschreiben - aber es ist noch deutlich mehr: Auf den ersten Blick sind viele Spielzüge undurchsichtig, manchmal wirkt es für den Laien sogar etwas chaotisch. Doch das täuscht: Die richtige Taktik ist essenziell für den Sieg.

Bei dem Mannschaftsspiel treten fünf Spieler pro Team gegeneinander an. Die Spielgeräte heißen "Pompfen" und sind mit Schaumstoff umwickelte Stäbe in unterschiedlichen Längen sowie eine lange Kette. Zusätzlich finden auch Schilde Verwendung. Vier Spieler jedes Teams sind mit diesen Pompfen ausgerüstet, der fünfte ist der Läufer. Während dieser probiert, den Spielball - den "Jugg" - ins Tor des Gegners zu bringen, versuchen seine Mitspieler, die andere Mannschaft mit den Pompfen zu treffen.

Albacher auf Platz 7

Den Jugg darf nur der Läufer tragen und wie er ihn ins als "Mal" bezeichnete Tor bringt, bleibt ihm überlassen. Wer von einer Pompfe erwischt wird, muss für einige Sekunden auf dem Boden knien und darf erst nach Ablauf der Frist wieder mitmischen. Nach einem Tor gehen die Teams in ihre Ausgangspositionen zurück und ein neuer Satz beginnt. Die Zeit während der Spiele wird durch Trommelschläge gemessen - ein Spiel dauert meist zweimal 100 oder 150 Schläge. Auch wenn auf den ersten Blick die einzelnen Spielzüge martialisch wirken: Jugger ist eine sehr taktische Sportart, bei der die Aufstellung beinahe alles bedeutet. Das zeigte sich auch während der Spiele am Wochenende: Eine kleine Änderung in der Aufstellung konnte da noch manch verloren geglaubtes Spiel drehen.

Im Vergleich zum letzten Mal fiel das diesjährige Turnier aber etwas kleiner aus: 13 Mannschaften mit rund 100 Spielern aus dem gesamten Bundesgebiet kamen nach Albach, um sich im Wettstreit zu messen. Für die Lahnveilchen verlief der erste Spieltag dann auch sehr gemischt: Gleich bei den ersten beiden Spielen musste man Niederlagen einstecken, die folgenden beiden Spiele gingen dann aber mit einem Sieg aus. Zum Schluss reichte es für die erste Mannschaft der Lahnveilchen für Platz 7, die Nachwuchsmannschaft "Lahnvielchen" konnte sich auf Platz 8 platzieren. Als Sieger gingen dann die "Gossenhauer" aus Freiburg vom Platz, die sich in einem spannenden Finale gegen die Zweitplatzierten der "Juggerhelden" aus Bamberg durchsetzen konnten.

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