Einweihung

Kindergärten in Steinbach und Albach am Maximum

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In Albach und Steinbach wurden die Kindergärten an- bzw. umgebaut. Damit sind die beiden Standorte raumtechnisch endgültig ausgereizt.

500 000 Euro Kosten, elf neue Räume. In den Kindergärten Steinbach und Albach wurde in den vergangenen Monaten eifrig um- beziehungsweise angebaut. Jetzt sind die Arbeiten beendet. Den Mädchen und Jungen bringen sie vor allem eines: mehr Platz. Am Dienstag und Mittwoch präsentierten Bürgermeister Stefan Bechthold, Thorsten Bücking (Bauamt), Architekt Alexander Ehrenspeck sowie Vertreter der jeweiligen Einrichtungen die Veränderungen vor Ort.

Zugang zu Außenspielflächen

Lichtdurchflutet und in hellen Farben gestaltet sind die neuen Räume, die in der Steinbacher Froschwiese im mittlerweile vierten Bauabschnitt entstanden sind. Erreicht wurde dies vor allem durch eine Umnutzung von überdachten Außenspielflächen und der Überbauung des Atriums. Herausgekommen ist dadurch ein neuer Gruppenraum von knapp 40 Quadratmetern, der wie die anderen, direkt mit dem weitläufigen Außengelände verbunden ist. Angrenzend bestehen jetzt – abgetrennt durch eine Tür – weitere Schlafmöglichkeiten. Außerdem sind ein Wickelraum für die Kleinen und zwei Differenzierungsräume dazugekommen. In letzteren besteht fortan die Möglichkeit, Kinder je nach Alter und Interesse individuell zu fördern. Mehr Platz haben künftig aber nicht nur die Mädchen und Jungen., sondern auch die Erzieherinnen. Möglich wird dies durch einen größeren Personalraum, der viel Platz für Besprechungen, Vorbereitung oder Elterngespräche bietet.

Die Kosten für den Umbau bezifferte Thorsten Bücking vom Bauamt auf 170 000 Euro, die Bauzeit auf acht Monate. Für Steinbach wird es der letzte Umbau gewesen sein, denn mehr Platz ist am Standort nicht mehr zu generieren. Außerdem müsse so eine große Kita – bis zu 95 Kinder werden dort derzeit in fünf Gruppen betreut – auch geleitet werden, sagte der Bürgermeister. "Da stoßen wir ebenfalls an unsere Grenzen. "

An den Grenzen angekommen

Etwas teurer kamen die Kommune die Veränderungen in der Albacher Schatzinsel. Denn hier wurde in elf Monaten nicht nur im Bestand um- sondern auch an zwei Seiten angebaut. 330 000 Euro fielen dafür an. Rund 120 Quadratmeter hat man in der Kindertagesstätte dadurch gewonnen und die beiden großen Probleme Schlafen und Mittagessen gelöst. Letzteres braucht jetzt nicht mehr in den Gruppen zu geschehen, weil im Osten, direkt an die Küche ein Speiseraum gebaut wurde. Und schlafen müssen die Kinder nicht mehr im Multifunktionsraum. Ein eigener Bereich bietet im Anbau auf der Westseite dafür Platz. Dort gibt es zudem einen neuen Personal- und einen Wickelraum sowie ein Büro.

Früher im Kindergarten

"Damit tragen wir den heutigen Betreuungsformen Rechnung", sagte Bechthold. Denn mittlerweile geben Eltern ihren Nachwuchs deutlich früher in den Kindergarten, und er bleibt länger dort. "Früher brauchten wir keine Wickelräume und auch keinen Schlafbereich", sagt Dani Meyer, Leiterin der Schatzinsel. Als die Einrichtung, in der heute 63 Kinder betreut werden, vor 25 Jahren gebaut wurde, war dergleichen nicht vorgesehen. Kompromisse prägten die Vergangenheit. Mit der Erweiterung ist sie den heutigen Anforderungen gewachsen. Wie in Steinbach ist aber auch hier das räumliche Limit erreicht.

Bei Erziehern und Kindern kommen die Veränderungen gut an: "Wir sind rundum zufrieden", sagt Meyer. "Und die Kinder fanden das alles ganz spannend." Das war auch in der Froschwiese so, wo die Bauarbeiten von den Kleinen "mit großem Interesse begleitet wurden", wie Erzieher Manuel Büsse berichtet. Klar, dass das diesjährige Sommerfest-Motto Baustelle lauten musste.

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