Ab dem 22. Juni können wieder alle Kinder die Kitas in Fernwald besuchen. Das Archivbild zeigt die Krippengruppe in der "Froschwiese" in Steinbach. ARCHIVFOTO: GECK
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Ab dem 22. Juni können wieder alle Kinder die Kitas in Fernwald besuchen. Das Archivbild zeigt die Krippengruppe in der "Froschwiese" in Steinbach. ARCHIVFOTO: GECK

Kinderbetreuung für alle

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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Fernwald(us). Das Land hat den Impuls gegeben und die Kommune zieht nach: Gemeinsam mit den Grundschulen werden am 22. Juni auch die Kindergärten in Fernwald wieder für alle geöffnet werden. Das gab Bürgermeister Stefan Bechthold am Mittwochabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses bekannt.

Feste Gruppen

Nachdem am Vormittag die Landesregierung in Wiesbaden die Corona-Beschränkungen weiter gelockert und die Wiederaufnahme des Unterrichts in den Grundschulen angekündigt hatte, zogen die Verantwortlichen vor Ort die Konsequenzen. "Es wäre schwer zu vermitteln, wenn die Grundschulen öffnen, die Kitas aber nicht", begründete Bechthold die Entscheidung.

Die Mitarbeiter in der Verwaltung und in den Kitas haben nun eine Woche Zeit, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Zunächst werde man sich einen Überblick über den Bedarf verschaffen und bei den Eltern abfragen, wie viele Kinder überhaupt vor der Sommerpause noch die Betreuung in Anspruch nehmen wollen, kündigte der Bürgermeister an.

Grundsätzlich sei eine Öffnung für alle nur dann zu realisieren, wenn die personellen und räumlichen Ressourcen zur Verfügung stehen und die Hygienemaßnahmen eingehalten werden können. Aber Bechthold ist zuversichtlich: "Es ist möglich." Bereits vom kommenden Montag an werden die Kitas in Albach, Annerod und Steinbach für weitere Kinder geöffnet. Gruppengrößen von 15 Kindern bei den über Dreijährigen und sechs Kindern bei den Jüngeren sind dann erlaubt. Um das Infektionsrisiko gering zu halten, dürfen sich die Gruppen nicht mischen und die Erzieherinnen nicht wechseln.

Wie Bechthold weiter ankündigte, sollen die Kitas in Annerod und Steinbach wie üblich jeweils drei Wochen während der Sommerferien geöffnet bleiben. "Für alle, die es benötigen."

Einstimmig verständigte sich der Haupt- und Finanzausschuss auf weitere Regelungen für die Kosten der Kinderbetreuung. Jenen Eltern, deren Kindern nicht die Notbetreuung besuchten, waren die Gebühren für die Monate April und Mai bereits erlassen worden. Diese Regelung soll nun rückwirkend auch auf die zweite März-Hälfte und den Juni ausgedehnt werden. Zudem müssen Familien, die auch künftig ihre Kinder weiter zu Hause lassen, bis zum Ende der Sommerpause nicht zahlen. Für die bisherige Notbetreuung wird der volle Gebührensatz nur dann fällig, wenn die Kinder mehr als zehn Tage im Monat zur Kita gingen. Bei weniger als zehn Tagen werden die Gebühren um die Hälfte reduziert. Mit der Abbuchung der Gebühren für die Monate März bis einschließlich Juni müssen die Eltern zum 15. Juli rechnen. Danach werden die Gebühren wieder monatlich abgerechnet.

Verkehrsprobleme

Ebenfalls auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses standen zwei Anträge zum Thema Verkehr. Die SPD regt die Anbringung von Fahrbahnschwellen im stark befahrenen Hellenweg an. Eine Entscheidung soll aber erst nach einer Verkehrsschau fallen.

Die Freien Wähler nehmen den Verkehr in der gesamten Gemeinde in den Blick und plädieren für ein Verkehrskonzept. Es soll insbesondere Gefahrensituationen, die durch parkende Autos entstehen, in den Blick nehmen. Probleme gibt es zum Beispiel rund um die Grundschule in Steinbach, wenn die Kinder nach dem Unterricht abgeholt werden. Die Kosten für ein Verkehrsgutachten sollen ermittelt und in den Haushalt 2021 eingestellt werden.

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