1. Gießener Allgemeine
  2. Kreis Gießen
  3. Fernwald

»In drei Jahren etwas vorzeigen«

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christina Jung

Kommentare

ti_rathaus_160222_4c
Schon lange wird in Fernwald über die Sanierung beziehungsweise Umgestaltung von Rathaus und Fernwaldhalle samt unmittelbarer Umgebung diskutiert. Jetzt sollen die Planungen beginnen. 50 000 Euro hat die Gemeindevertretung im Haushalt dafür bereitgestellt. © Tina Jung

Fernwald (ti). Es ist ein Vorhaben, das in Fernwald schon lange diskutiert wird und das gerade mal wieder Thema ist: die Sanierung von Rathaus und Fernwaldhalle samt Umgestaltung der angrenzenden Areale - Feuerwehr, Bauhof und Tennisplatz inklusive. 50 000 Euro Planungskosten wurden auf Antrag der SPD dafür in den aktuellen Haushalt eingestellt, den die Gemeindevertretung vergangene Woche beschlossen hat (die GAZ berichtete).

Ein gemeinsamer Antrag von FW und CDU aus 2020 zu diesem Thema, von der Gemeindevertretung im vergangenen Sommer beschlossen, befindet sich nach wie vor im Geschäftsgang. Darin wird im Zusammenhang mit der Sanierung der Oppenröder Straße ein Gesamtkonzept zur Entwicklung des Bereiches rund um Fernwaldhalle und Rathaus gefordert. Mit den 50 000 Euro sollen nun die Planungen beginnen.

Ein Büro werde im Auftrag der Gemeinde für Rathaus und Fernwaldhalle konzeptionell erarbeiten, was energetisch notwendig und für die Verwaltung raumgestaltungstechnisch möglich ist, sagt Bürgermeister Manuel Rosenke auf GAZ-Anfrage. Dort nämlich gibt es aus seiner Sicht einiges zu tun. Es braucht Sozialräume und einen Server-Raum. Es braucht Barrierefreiheit und ein Bürgerbüro - kurzum eine moderne, den heutigen Anforderungen entsprechende Verwaltung.

In punkto Fernwaldhalle wird neben der energetischen Sanierung aus Rosenkes Sicht zudem über eine neue Decke mit LED-Beleuchtung zu sprechen sein, möglicherweise auch über den Austausch des Bodens. »Die Planung wird zeigen, wo die Bedarfe sind.«

Tennisplatz derzeit kein Thema

Wo die Bedarfe bei Feuerwehr und Bauhof liegen, wird bereits ermittelt. Fachfirmen haben sich daran gemacht, den jeweiligen Ist-Zustand zu erfassen. Ein Vorentwurf liegt der Verwaltung vor. Eines ist bereits klar: Vielfach entsprechen Platzangebot und Ausführung nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Was den im Antrag von FW und CDU benannten Tennisplatz angeht, so ist dieser für den Bürgermeister derzeit nicht Gegenstand der Planungen. Grund ist der Erbpachtvertrag mit dem Tennisclub ISD (Intosports Steinbach Deutschland), der noch bis 2028 läuft. Rosenke: »Da kann man nicht dran rütteln.«

Was allerdings das übrige Areal mit Rathaus, Fernwaldhalle, Parkplatz, Bauhof, Feuerwehr, und Oppenröder Straße angeht, will der Verwaltungschef »relativ zügig« vorankommen und »in zwei bis drei Jahren etwas vorzeigen können«. Ein überschaubarer Zeitraum, bedenkt man, wie viel Zeit bereits verstrichen ist: Gut sechseinhalb Jahre ist es her, dass die Kommunalpolitik über einen Antrag der SPD-Fraktion diskutierte, der die Umgestaltung von Rathaus und Fernwaldhalle in den Blick nahm. Von einem Anbau war die Rede, außerdem von einer Nutzung der ehemaligen Posträumlichkeiten. Das Ziel: Die Schaffung eines Multifunktionsraumes für Vereinsangebote oder Tagungen und mehr Platz für die Verwaltung.

Immer wieder kam die Thematik in den Folgejahren auf den Tisch, auch andere Fraktionen stellten Anträge, teils mit abweichender Schwerpunktsetzung. Ein Arbeitskreis wurde gebildet. Doch angesichts hoher Kosten und wenig Bedarf bei den Vereinen an einem weiteren Bürgerhaus in der Gemeinde verliefen die Debatten im Sand.

Auch interessant

Kommentare