Auf dem Gießener Weihnachtsmarkt hat der Coca-Cola-Truck in den vergangenen Jahren öfter einmal Halt gemacht. In diesem Jahr will die Freiwillige Feuerwehr Annerod ein Fahrzeug nach seinem Vorbild umdekorieren und damit am Nikolaustag durch die Straßen fahren.	FOTO: SCHEPP
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Auf dem Gießener Weihnachtsmarkt hat der Coca-Cola-Truck in den vergangenen Jahren öfter einmal Halt gemacht. In diesem Jahr will die Freiwillige Feuerwehr Annerod ein Fahrzeug nach seinem Vorbild umdekorieren und damit am Nikolaustag durch die Straßen fahren.

Nikolaus-Aktion

Ein Hauch von New York in Fernwald: Feuerwehr Annerod fährt Geschenke im Weihnachtstruck aus

  • vonLena Karber
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Weihnachtszauber wie in New York? Dafür will die Freiwillige Feuerwehr am 6. Dezember auch in Fernwald sorgen. Denn dann fährt der Nikolaus mit dem Feuerwehr-Weihnachts-Truck durch den Annerod

Fernwald-Annerod - Am Nikolaustag dürfte es in diesem Jahr in Annerod viele strahlende Kinderaugen geben, denn die Freiwillige Feuerwehr hat sich für diesen Tag etwas Besonderes einfallen lassen: Am Nachmittag des 6. Dezember wird der Nikolaus auf einem festlich beleuchteten Feuerwehrauto sitzend durch die Straßen des Ortsteils fahren und gemeinsam mit seinen fleißigen Wichteln Geschenke verteilen.

Kreis Gießen: Feuerwehr will Strahlen in die Augen der Kinder zaubern

»Es war uns wichtig, für die Kinder dieses Jahr noch einmal etwas zu machen«, sagt Wehrführer Tobias Hennemuth über die Aktion. Weder in den Schulen noch in den Kindergärten habe in diesem Jahr wegen Corona das normale Programm stattfinden können, und es sei auch nicht davon auszugehen, dass Weihnachten in gewohnter Art und Weise gefeiert werden könne, sagt er. Ähnlich wie in Lumda und in Weitershain, wo die Freiwilligen Feuerwehren am 11. November gebackene Martinsmännchen ausgetragen haben, möchte die Freiwillige Feuerwehr Annerod den Kindern daher trotz Corona-Pandemie ein schönes Fest bereiten. Deswegen habe man sich dazu entschieden, den Nikolaus zu den Kindern nach Hause zu bringen, um diesen »wenigstens einmal in diesem verrückten Jahr ein Funkeln ins Gesicht und ein Strahlen in die Augen zaubern«.

Fernwald-Annerod: Bis zu 350 Kinder sollen beschenkt werden

Seit vergangenen Freitag können Eltern ihre Kinder aus Annerod über die Homepage der Freiwilligen Feuerwehr für die Aktion registrieren. Und am Nachmittag des 6. Dezember rollt der Feuerwehr-Weihnachts-Truck dann los. Insgesamt neun Feuerwehrmitglieder werden sich auf den Weg machen, um bei den angemeldeten Kindern von der Feuerwehr bedruckte Tüten mit Obst, Nüssen, Schokolade, ein paar Materialien von der Feuerwehr, Brotdosen und Trinkflaschen vor die Tür zu stellen. Kosten fallen für die Familien nicht an.

Insgesamt rechne man mit 350 Kindern, die man in fünf Stunden beschenken wolle, sagt Hennemuth. Wenn alles gut läuft, will die Feuerwehr gegen 14 Uhr starten, damit vor der Schlafenszeit für die Kleinen alle Geschenke ausgeliefert sind. »Die Kinder sollen uns ja noch sehen«, erklärt der Wehrführer.

Fernwald (Gießen): Feuerwehr baut Coca-Cola-Weihnachtstruck in Annerod nach

Denn bei der Aktion geht es der Freiwilligen Feuerwehr nicht nur um die Geschenke, sondern auch darum, trotz aller Einschränkungen eine festliche Stimmung zu verbreiten und den Kindern ein besonders Erlebnis zu bieten. Deshalb haben die Organisatoren zahlreiche Utensilien organisiert, um das Fahrzeug nach dem Vorbild des Coca-Cola-Trucks weihnachtlich umzugestalten: Lichterketten entlang der Karosserie und Weihnachtsmusik sollen dabei für festliche Stimmung sorgen und den New Yorker Weihnachtszauber nach Annerod bringen.

»Auf der Ladefläche sitzt der Nikolaus auf einem großen Ohrensessel und winkt den Kindern zu, während die Feuerwehrwichtel bei den hinterlegten Adressen die Taschen vor die Tür stellen«, beschreibt Hennemuth die geplante Szenerie.

Fernwald-Annerod: Nikolaus-Aktion der Feuerwehr soll coronakonform ablaufen

Das Ganze soll absolut coronakonform ablaufen, denn bei der Freiwilligen Feuerwehr Annerod ist man sehr auf dieses Thema bedacht. »Wir waren so ziemlich die erste Organisation im Landkreis, die aufgrund von Corona etwas abgesagt hat, und wir wurden damals noch ein bisschen komisch angeguckt«, erinnert sich Hennemuth an die Absage der Fackelwanderung für Kinder Ende Februar. »Eigentlich machen wir immer einmal im Jahr etwas für die Kinder.«

Da dies - so wie vieles andere - bislang nicht stattfinden konnte, liegt die Nikolaus-Aktion der Freiwilligen Feuerwehr besonders am Herzen. »Wir hoffen, den Kindern wenigstens eine kleine Freude bereiten zu können, in diesem gerade für die Jüngsten so unverständlichen Jahr, wo nichts so war wie sonst.«

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