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Jonathan Harfst dirigiert die Handglockenspieler der Gruppe "Bellery".

Konzert in Albach

Handglockenchor verzaubert mit wunderschönen Klängen

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Fernwald (son). Ein wunderschönes, kurzweiliges und auch lehrreiches Konzert erlebten die Besucher der Albacher Kirche am frühen Samstagabend. Die Gruppe "Bellery" des Handglockenchores Hüttenberg hatte zu dem Konzert in den Fernwalder Ortsteil eingeladen. Als Chorleiter Jonathan Harfst in die Runde fragte, wer schon einmal von dem Handglockenchor gehört hatte, reckten sich nur vereinzelt Hände in die Luft. In Deutschland ist diese Art der Musik nicht weit verbreitet. Nur rund 30 Gruppen gibt es hierzulande. Viel häufiger werden Handglocken in US-amerikanischen Kirchengemeinden gespielt. "Und auch in Japan gibt es rund 700 Handglockenchöre", erzählte Harfst.

Zuhörer üben sich als Musiker

Nach Rechtenbach kam das Handglockenspiel 1993 durch die US-amerikanische Missionarin Connie Taylor. Den Verein gibt es 2003. Die Gruppe Bellery setzt sich fast ausnahmslos aus ehemaligen Schülern der Gesamtschule Schwingbachtal zusammen. Zum Repertoire der Hüttenberger gehörten viele Werke aus dem kirchlichen Kontext wie "Grazioso", "You’re the worthy of my praise" oder "Shout to the Lord". Aber auch weltliche Stücke wie ein Medley aus dem Musical "König der Löwen" oder "Rolling in the deep" von Adele begeisterten das Publikum.

Gegen Ende des Konzerts durften gar einige Besucher selbst mal die Glocken läuten lassen. Gemeinsam spielten sie unter Anleitung der Profis ein Stück, dessen Titel erst nach dem Spiel verraten werden sollte. "Irgendwas von AC/DC", mutmaßte ein Besucher scherzhaft. Jonathan Harfst entgegnete schmunzelnd: "Nicht ganz, es handelt sich um ›Hänschen klein›".

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