Im Umlaufverfahren hat die Fernwalder Gemeindevertretung mehrheitlich dafür gestimmt, dem Landkreis das für den Schulneubau in Annerod notwendige Grundstück zur Verfügung zu stellen. ARCHIVFOTO: TI
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Im Umlaufverfahren hat die Fernwalder Gemeindevertretung mehrheitlich dafür gestimmt, dem Landkreis das für den Schulneubau in Annerod notwendige Grundstück zur Verfügung zu stellen. ARCHIVFOTO: TI

Grünes Licht für Grundstücksverkauf

  • vonChristina Jung
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Fernwald(ti). Im Februar hatte es noch Abstimmungsbedarf zwischen der Gemeinde Fernwald und dem Landkreis Gießen bezüglich des für den Schulneubau in Annerod vorgesehenen Grundstücks gegeben. Jetzt sind offenbar alle Unklarheiten beseitigt.

Im Umlaufverfahren hat die Gemeindevertretung vergangene Woche mehrheitlich beschlossen, dem Kreis für dessen Bauvorhaben den ehemaligen Bolzplatz hinter der Schule zur Verfügung zu stellen, außerdem das Areal, auf dem sich derzeit der Hochbehälter befindet. Insgesamt geht es um knapp 5000 Quadratmeter für rund 270 000 Euro.

Die allerdings sollen - ein positiver Kreistagsbeschluss, der für Mai geplant ist, vorausgesetzt - nicht an die Kommune ausgezahlt, sondern in Höhe dieses Finanzrahmens als Gegenleistungen erbracht werden. Dazu zählt der Abriss des seit zwölf Jahren ungenutzten und mittlerweile unansehnlichen Hochbehälters. Außerdem sollen auf dem neuen Grundstück zusätzliche Parkplätze und darüber hinaus ein Fußgängerweg zum nahe gelegenen Sportplatz geschaffen werden.

Zustimmung für die Beschlussvorlage habe es von SPD, FW, CDU und FDP gegeben, nicht allerdings von den Grünen, so Parlamentschef Dr. Robert Horn auf GAZ-Anfrage. Das betrifft auch eine Ergänzung der CDU, bei der es um den Bolzplatz ging, auf dem das neue Schulhaus gebaut werden soll. Denn dieser wird bisher auch für den Sportunterricht genutzt.

"Wir möchten dafür einen Ersatz. Das kann der Sportplatz sein, aber auch eine andere Grünfläche", sagt CDU-Fraktionschef Mark Reitmeier im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung. Gemeinsam mit Schulleitung und Kreis gelte es, diesbezüglich eine Regelung zu treffen.

Noch bevor die Landesregierung die hessische Gemeindeordnung änderte, damit Kommunen in Zeiten von Corona handlungsfähig bleiben, hatten sich Fernwalds Gemeindevertreter mehrheitlich dafür entschieden, wichtige Entscheidungen im Umlaufverfahren zu treffen. Drei Beschlussvorlagen standen dann vergangene Woche zur Abstimmung an, geschehen sei dies per E-Mail-Verkehr, so der Parlamentschef.

Neben dem Grundstücksverkauf an den Landkreis ging es um das Sondergebiet am Busecker Weg in Annerod. Für den ersten Bauabschnitt wurde der Satzungsbeschluss gefasst, für den zweiten der Aufstellungsbeschluss.

Baurecht für Kita

Ersterer, mit dem nach dessen Bekanntmachung Baurecht besteht, sei besonders wichtig gewesen, sagte Bürgermeister Stefan Bechthold auf Anfrage. Zum einen wegen des Kreisverkehrs auf der Großen-Busecker-Straße, dessen Bau noch im April beginnen soll und der zur Erschließung des neuen Baugebiets notwendig ist. Zum anderen, weil damit Baurecht für den geplanten Kita-Neubau geschaffen wurde. Derzeit laufe laut Bechthold die Ausschreibung zur Findung eines Architekten. Ist der gefunden, erhofft sich der Bürgermeister, dass im Sommer ein fertiger Plan auf dem Tisch liegt, damit spätestens im Herbst die Bagger rollen. Ein Jahr, schätzt Bechthold, wird es dauern, bis die ersten Mädchen und Jungen in der neuen Einrichtung betreut werden können.

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