Grüne gegen Kreisel

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Fernwald (pm). Über die Aufnahme eines neuen Mitglieds freuten sich die Fernwälder Grünen auf ihrer Jahreshauptversammlung. Vorsitzende Gisela Papstein berichtete vom Haustürwahlkampf im Vorfeld der Landtagswahl. Weiterer Höhepunkt war die Schmetterlingsexkursion. Den Kassenbericht gab Kassierer Bernd Voigt. Der Vorstand wurde entlastet, Kassierer und Vorsitzende wiedergewählt.

Für angeregte Diskussionen sorgten lokalpolitische Themen aus dem Gemeindeparlament. Unter anderem mahnten die Grünen einen Bedarf an mehr Transparenz in der Gemeindepolitik an. Kritisiert wurde das Fehlen von Kita-Plätzen sowie die "Verzögerung des Kindergartenneubaus in Annerod zugunsten des geplanten Nahversorgers", heißt es in der Pressemitteilung der Grünen.

Kritik äußerten die Grünen auch am geplanten Kreisverkehr in Annerod. Solch ein Bauwerk passe mit einer halben Million Euro Kosten nicht zur schlechten Haushaltslage der Gemeinde. "Die Anbindung des Rewe und des Gewerbegebiets in Steinbach funktioniert auch ohne Kreisel. Und dass, obwohl die Grünberger Straße als Landesstraße eine weitaus größere Verkehrsdichte aufweist als die Großen-Busecker-Straße in Annerod, die noch nicht einmal eine Kreisstraße ist", schreiben sie. Weitaus wichtiger wäre ein Kreisel in Steinbach an der Sportplatzkreuzung.

In diesem Zuge werfen die Fernwälder Grünen dem Bürgermeister und der SPD einen "sichtbar mangelnden Sparwillen" vor. "Die Steuerhöhungen hätten nach Ansicht der Grünen vermieden werden können", schreiben sie.

Als Wunsch wurde ein möglichst beleuchteter Schnellradweg von Annerod nach Gießen ins Gespräch gebracht. Diesen könne man jedoch nicht allein im Bereich der Kommunalpolitik auf den Weg bringen.

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