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Der Gründer des Altbürgermeisterstammtischs und der Abschied in Fernwald

  • vonRoger Schmidt
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Dieter Howe ist als Bürgermeister eine Institution, verkörpert er doch einen Kommunalpolitiker nach altem Schrot und Korn. Fleißig, beharrlich, kantig, nicht immer einfach, aber gesprächsbereit und immer kollegial bis freundschaftlich. Dadurch respektiert von Mitarbeitern und Kollegen jedweder politischen Couleur über seine Gemeinde Fernwald hinaus.

2011 gründete Howe den Altbürgermeisterstammtisch. Überparteilich selbstverständlich, denn es ging ihm immer schon zu aktiven Dienstzeiten darum, dass die Bürgermeister zusammenarbeiten und nicht gegeneinander. Ein Kunststück, dass ihm gemeinsam mit anderen gelang, wie er sich an seinem letzten Stammtisch mit 14 Altbürgermeistern erinnerte. Ein Abschied in den Ratsstuben "Edelweiß" mit Wehmut, der Gesundheit wegen, denn die Autofahrten einmal im Monat jeweils in andere Orte im Kreis zu den Treffen, fallen ihm nicht mehr leicht.

Der ehemalige Bürgermeister Staufenbergs Horst Münch erinnerte an die vielen gemeinsamen Jahre, in der die Bürgermeister in der Kreisversammlung mit einer Stimme sprachen. "Dein Verdienst lieber Dieter", unterstrich Münch. Eine Würdigung für den Fernwalder Ehrenbürgermeister, der von 1973 bis 2004 dort als Parteiloser Verantwortung als Rathauschef übernahm. Auch Howes Kontrahent im Landrats-Wahlkampf, Willi Marx, erinnerte sich sehr positiv an diese Kollegialität und an einen "unglaublich fairen Wahlkampf" damals 1997 mit Howe als Mitbewerber. Marx war erkrankt und der im ersten Wahlgang unterlegene Howe versprach in der Stichwahl am Krankenbett, ihn zu unterstützen. Marx ist dafür bis heute menschlich zutiefst dankbar. Mit einem "Zum Wohl!" stieß an diesem Abend Howe noch ein letztes Mal mit seinen Freunden an. Ein Geschenk mit Honig und einen flüssigen "Willi" gab es zum Abschied mit vielen guten Wünschen. Er wird ihnen fehlen. "Es bleibt die Freundschaft", wie Münch unterstrich.rge/FOTO: RGE

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