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Übergabe der österlichen Basteleien mit (v. l.) Andreas Lutz, Daniel Görlach, Magda Zanella, Michelle Wolff und Rita Möbus.

»Generationentreff« hält durch

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Fernwald (pm). Virtuell geht das generationenübergreifende Projekt zwischen Kindergarten und Seniorenzentrum, das im März 2019 in Annerod begann, weiter - trotz Corona. Seit September 2020 findet ein Online-Kontakt zwischen dem Seniorenzentrum »Alloheim« und der Kita »Wirbelwind« statt. Der letzte Besuch der Kinder im Seniorenzentrum liegt schon über ein Jahr zurück.

Die Pandemie und deren Folgen haben jeden hart getroffen, vor allem Kinder und ältere Menschen. Dennoch versucht der Erzieher Daniel Görlach zusammen mit Paul Scharbach, kleine Lichtblicke für die Beteiligten zu schaffen.

Der »Generationentreff« ruhte selbst beim ersten Lockdown nicht. Seinerzeit wurde dank einer Spende von Rewe Steinbach ein Tablet angeschafft, um einen virtuellen Kontakt zu ermöglichen. Von September bis November funktionierte dies sehr gut - bis Lockdown Nummer 2 kam. Der Onlinekontakt sieht so aus, dass einmal im Monat »Vorlesepaten« aus dem Seniorenzentrum den Kindern etwas vorlesen und die Kinder im Austausch mit den Senioren stehen können. »Dies funktioniert alles nur dank der guten digitalen Ausstattung des Seniorenzentrums und der Gemeinde Fernwald, heißt es in einer Pressemitteilung. Seit November findet ein Austausch per Bastelaktionen statt. Monatlich werden Projekte zwischen Kita und Seniorenzentrum besprochen und dann kontaktlos abgegeben. So wurden auf diese Art und Weise beispielsweise einige »Häuser« für die Senioren gebastelt. Kürzlich bastelten die Kinder Osterhasen als Deko für das Alloheim.

»Natürlich ist die jetzige Situation nicht leicht, aber man muss durchhalten«, unterstrich Kita-Leiterin Fiolla Dervishi-Maliqi. Ebenso wie Erzieher Görlach ist sie bemüht, den »Generationentreff« weiter bestehen zu lassen.

Vorlesepaten bereit

Anlässlich der Übergabe der aktuellen Osterbasteleien legte sich nicht nur das Seniorenzentrum »ins Zeug«, sondern auch die Kita. Die Senioren revanchierten sich für die Häschen vom Kindergarten mit selbst gebastelten »Blumenraketen« und einem Karton Sonnenblumenkernen - nun können die Kinder bald mit dem Pflanzen beginnen.

Heimleiter Andreas Lutz sagte: »Wir vermissen die Kinder und die monatlichen Treffen sehr und wünschen uns, dass sie bald wieder stattfinden können«. Ab Mai soll der Online-Kontakt wieder möglich sein, so dass die Vorlesepaten wieder virtuell stattfinden. Bis zum Sommer sind weitere Bastelaktionen geplant. Sogar Spaziergänge einer Kindergartengruppe vorbei am Seniorenzentrum könnten dann möglich sein, sodass die Senioren die Kleinen sehen.

Alle Beteiligten haben große Lust, dieses Projekt weiterzuführen - trotz Corona.

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