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Ernst Schmid (vorn, l.) mit Bürgermeister Stefan Bechthold und dem Seniorenbeirat. Foto: con

"Gemeindearbeiter" von Format

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Fernwald(con). 15 Jahre Seniorenarbeit in der und für die Großgemeinde: Ernst Schmid muss in Fernwald nicht mehr vorgestellt werden. Sein Engagement in zahlreichen Vereinen, wie etwa im Kleintierzuchtverein Steinbach mit dem Kleintierpark, ist schon oft dokumentiert worden. Im Seniorenbeirat ist Schmid seit 15 Jahren aktiv - davon seit fast 13 Jahren als Vorsitzender. Doch mit Letzterem ist jetzt Schluss: Am Montagnachmittag absolvierte der Steinbacher seine letzte Sitzung als Vorsitzender des Gremiums. Aus gesundheitlichen Gründen kann er sein Amt nicht mehr so ausfüllen, wie er es gerne würde. Offiziell bekleidet er diese Position bis 31. Dezember.

Am 1. Januar 2006 lösten Inge Krämer und Ernst Schmid die bisherigen Vorsitzenden des Seniorenbeirats Helmut Wanke und Hanna Schmidt ab. Damit endete auch die erste Generation von Mitgliedern, die seit seiner Schaffung im August 1992 dem Seniorenbeirat angehörten. "Es galt, Kräfte zu bündeln und den Schwerpunkt auf die Seniorenarbeit zu richten", berichtete Schmid während seiner letzten Sitzung als Beiratsvorsitzender. Über die vergangenen 13 Jahre hat er viel erreicht, wie auch Bürgermeister Stefan Bechthold bemerkte: "Ernst Schmid ist jemand, der über viele Jahre hinweg die Ortsteile zusammengeführt hat - das war keine leichte Aufgabe". Daneben war Schmid aus Sicht des Bürgermeisters jemand, der in seiner Position immer besonnen und konzentriert, aber auch fordernd auftrat. "Wir waren nicht immer einer Meinung, aber haben immer gut zusammengearbeitet", unterstrich der Bürgermeister.

Was ist Schmid in seinen 13 Jahren als Vorsitzendem besonders im Gedächtnis geblieben? Es zeichnet den 80-Jährigen aus, dass er hier nicht auf besondere Leistungen, sondern vielmehr auf Probleme und deren Lösungen zu sprechen kommt: "Was ich als Erstes in meinem Amt festgestellt habe: Man braucht in den Ortsteilen gute Leute, die ein vernünftiges Programm anbieten - dann hat man auch Zulauf. Man muss bestrebt sein, das Niveau zu halten". Auch der Kontakt mit Vereinen und Organisationen ist wichtig - beispielsweise mit der Seniorenresidenz in Annerod. Das sind auch gleichzeitig die Tipps, die Schmid seinem Nachfolger mit auf den Weg geben möchte. Noch eins ist ihm wichtig: "Die Seniorenarbeit kann nur funktionieren, wenn junge Alte sich einbringen und engagieren". Schmid selbst war 62, als er das Amt des Seniorenbeiratsvorsitzenden übernahm. "Damals hätte ich selbst kein Seniorenangebot gebraucht - aber wenn du auf die 80 zugehst, fehlt einfach etwas die Dynamik". Daneben lobte Schmid im Rückblick aber ganz besonders die Arbeit mit der Gemeinde: Nicht nur sei die finanzielle Ausstattung des Seniorenbeirats vorbildlich, auch habe man auf der Gemeinde immer ein offenes Ohr für die Belange der Senioren.

Schmid wird in seiner Position eine große Lücke hinterlassen. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden; im Gespräch ist u. a. sein derzeitiger Stellvertreter Winfried Hauf.

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