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Gefiederte Bewohner herzlich willkommen

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Fernwald (pm). Urkunden und Plaketten mit dem Prädikat »Schwalbenfreundliches Haus« hat der Naturschutzbund (NABU) Steinbach nun an die Besitzer von fünf »Gebäuden vergeben. Vogelschutzbeauftragter Wolfgang Wagner und Vorsitzende Luise Klee dankten den Hausbesitzern für ihr Engagement. Ausgezeichnet wurden die Familie Lothar Müller (Annerod), die Familien Candida und Burghard Balser, Anja und Mirko Döring, Sylvia Kraus-Fischer und Dirk Kraus sowie Andrea und Heiko Unger (alle Steinbach).

In der Großgemeinde Fernwald gibt es nun bereits 21 Hausbesitzer, die mit dem genannten Prädikat ausgezeichnet wurden: Diese unterstützen Schwalben beim Nestbau und sorgen so dafür, dass die Glücksboten ein Zuhause finden können. Wer Schwalben ebenfalls Unterschlupf gewährt und Interesse an der Auszeichnung hat, kann sich beim NABU melden.

Leider werden die fliegenden Glücksboten von Jahr zu Jahr weniger. »Schwalben stehen gleich doppelt unter Druck«, merkt Vorsitzende Klee an. Durch den hochgradig spürbaren Insektenrückgang fehle den Vögeln die Nahrung; dadurch sei die Aufzucht der Jungen infrage gestellt. Darüber hinaus fehle es zunehmend an Nistmöglichkeiten. Schwalben kann geholfen werden. Ein naturnaher Garten ohne Gift bietet vielen Insekten einen Lebensraum. Die wiederum ernähren nicht nur die Schwalben, sondern auch zahlreiche andere Vogelarten.

Wer Garten, Hof oder Wiese besitzt, kann außerdem zur Unterstützung des Nestbaus Lehmpfützen anlegen. Rauch- und Mehlschwalben formen aus Lehm, Ton oder schlammiger Erde mithilfe ihres Speichels kleine Kügelchen, aus denen sie neue Nester bauen oder alte Nester ausbessern. Es bietet sich an, Lehmpfützen anzulegen und über den Sommer hinweg feucht zu halten

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