In idyllischer Umgebung üben sich die Ferienspieler in der Kunst der Papierherstellung. FOTO: CON
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In idyllischer Umgebung üben sich die Ferienspieler in der Kunst der Papierherstellung. FOTO: CON

Fünf Ferientage am Fernwalder Forst

  • vonConstantin Hoppe
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Fernwald(con). Vorsichtig wird umgerührt, dann noch etwas der rosafarbenen Masse aus dem bereitstehenden Eimer in die Wasserschüssel geworfen. Ein Moment später wird ein hölzerner Rahmen ins Wasser getaucht, ein bisschen hin und her bewegt und schließlich angehoben - in dem Rahmen ist nun einiges der "Pulpe" angesammelt und kann weiterverarbeitet werden.

Auf dem Waldsportplatz in Albach stand am Dienstagvormittag die Herstellung eigener Papierbögen im Fokus: Dort läuft nun die Projektwoche im Rahmen der Fernwalder Ferienspiele. Doch wie derzeit nur allzu oft, ist auch hier alles anders als in den vergangenen Jahren. Eigentlich dachten alle Beteiligten schon, dass es 2020 überhaupt keine Ferienspiele in Fernwald geben würde - aber dank der Lockerungen der coronabedingten Hygieneverordnungen entschloss sich die Gemeinde schließlich doch, ein Ferienprogramm anzubieten. Also musste schnell ein Ferienprogramm her:

Auf dem Albacher Sportplatz treffen sich nun Ferienspielkinder aus den Ortsteilen Albach, Annerod und Steinbach, um gemeinsam zu spielen und zu basteln und manch ein kleines Abenteuer zu erleben. Dabei ist das Programm im Vergleich zu den Vorjahren stark zurückgefahren worden. Immerhin wurde ein Wochenprogramm mit wechselnden Punkten ausgearbeitet.

Am Dienstag galt es beispielsweise Papier selbst herzustellen und zu verzieren. Außerdem war eine Fahrradtour nach Lich geplant. Daneben gab es bereits am Montag einen Tag voller Spiele und Holzbasteleien mit Axel Lührmann ("Kuhara - Laubsägearbeiten und Kinderevents").

Im "Fall des Falles" ist vorgesorgt: Bei regnerischem Wetter steht für die Ferienspielkinder das Vereinsheim des TSV Albach bereit.

Für Jugendpfleger Jürgen Kühr ist die diesjährige Veranstaltungsreihe gleich in mehrfacher Weise etwas Besonderes: "So entspannte Ferienspiele hatten wir noch nie", meint er lachend - trotz der zusätzlichen Arbeiten durch das Hygienekonzept: So müssen beispielsweise Werkzeuge immer wieder desinfiziert werden.

Doch während in den vergangenen Jahren durchschnittlich etwa 130 Kinder zu dem gemeindlichen Ferienangebot angemeldet waren, sind es diesmal gerade einmal neun. "Aber ich kann die Sorgen vieler Eltern verstehen", sagt Kühr vor dem Hintergrund der Corona-Krise. Zugleich sind die aktuellen Ferienspiele auch ein Abschied für Jürgen Kühr: 23 Jahre hat er die Ferienspiele organisiert - 2021 übergibt der Fernwalder Jugendpfleger sein Amt an einen Nachfolger und geht in Rente.

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