B 457

FDP fordert Umbau der B 457

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FDP-Kreistagsvorsitzender Dennis Pucher sieht Tempolimits auf der B 457 nicht als alleinige Lösung an. Langfristig müsse für die Verhinderung schwerer Unfälle eine bauliche Lösung her.

Nach den neuen Tempolimits auf der Bundesstraße 457 sieht die FDP-Fraktion im Gießener Kreistag einen Teilschritt erreicht. Langfristig müsse jedoch eine bauliche Lösung her, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die B 457 sei eine der Hauptverkehrsadern im Landkreis Gießen. Jedoch habe die Strecke in den letzten Jahren vor allem aufgrund schwerer Unfälle im Fokus geständen. Die FDP habe daher eine Resolution im Kreistag eingebracht, die einstimmig beschlossen worden war.

Die Antwort des Hessischen Verkehrsministeriums sieht die FDP als "enttäuschend" an. "Das Land zieht sich aus der Verantwortung und verweist auf die Straßenverkehrsbehörde des Kreises sowie die Gießener Polizei. Wir bezweifeln aber, dass alleine weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen das Problem wirklich lösen", schreibt FDP-Kreisvorsitzender Dennis Pucher.

Zu hohes Tempo nicht die Hauptunfallursache

Auch Landrätin Anita Schneider habe vor kurzem darauf hingewiesen, dass zu hohes Tempo als Hauptunfallursache nicht feststellbar sei. "Die nun angestrebten Maßnahmen wie die Geschwindigkeitsreduzierung an einzelnen Streckenabschnitten oder der geplante Bau einer Ampelanlage sind aus unserer Sicht daher allenfalls ein Schritt in die richtige Richtung, aber keinesfalls ausreichend", schreibt Fraktionsvorsitzender Harald Scherer. Man sei zwar froh, dass Bewegung in die Sache gekommen sei. "Von den Forderungen der FDP-Fraktion sind diese Maßnahmen noch weit entfernt."

Zwar hoffe man, dass die bereits gesetzten Tempolimits einen positiven Effekt haben werden und die Unfallzahlen sinken. Langfristig jedoch könne nur eine bauliche Veränderung zu einer dauerhaften, tatsächlichen Entschärfung der Gefahrensituation beitragen. Scherer: "Und für bauliche Veränderungen liegt die Zuständigkeit nun mal alleine beim Land Hessen."

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