Radweg an B 49

Aus Fernwald keine "Blankoschecks" mehr

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Fernwald(ti). Seit über zehn Jahren laufen die Planungen für einen Radweg entlang der Bundesstraße 49 zwischen Gießen und Buseck, ein Gemeinschaftsprojekt von Hessen Mobil und den angrenzenden Kommunen. Aber wie ist der aktuelle Sachstand? Welche Kosten sind bisher entstanden und wird das Vorhaben überhaupt umgesetzt? Diese und andere Fragen hatten sich Fernwalds Freie Wähler gestellt und in einem Berichtsantrag zur jüngsten Gemeindevertretersitzung zusammengefasst. Im Bauausschuss am Dienstagabend kamen zwar ein paar Informationen auf den Tisch, zufriedenstellend waren die für die Mandatsträger aber nicht.

Es geht um eine Strecke von rund sechs Kilometern entlang der B 49. Die technischen Planung dafür stehe seit Mitte/Ende 2016, sagte Planer Thorsten Hitz, Geschäftsführer der HS Ingenieure in Großen-Linden. Was das angeht, stehe einer Umsetzung nichts im Weg. Problematisch seien hingegen die Aspekte Artenschutz und Landschaftspflege. Hier lägen umfangreiche Gutachten vor, die von Hessen Mobil geprüft würden. Es habe mehrere Abstimmungsgespräche gegeben, ein weiteres ist für kommende Woche vorgesehen, so erläuterte Hitz weiter. Mit Blick auf diesen Termin äußerte er: "Ich bin getrieben von der Hoffnung, dass wir den Radweg dann endlich umsetzen." Die bereits entstandenen Planungskosten bezifferte er auf rund 150 000 Euro, die von den Kommunen anteilig zu tragen seien.

"Es ist erschreckend, wie lange das dauert", meinte Mark Reitmeier (CDU), und auch Bernd Voigt (Grüne) äußerte sein Unverständnis darüber. Seinem Ärger Luft machte auch Bürgermeister Stefan Bechthold, der sich mit den betroffenen Kollegen häufig über das Thema spreche. Bechthold: "Es steht uns ziemlich weit oben."

SPD und FW waren sich angesichts der bisher aufgelaufenen Kosten einig: Sie wollen keine Blankoschecks mehr für das Vorhaben ausstellen.

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