Einsatzschwerpunkte: B 49, B 457 und A 5

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Fernwald(con). Nach dem sehr einsatzreichen Jahr 2018 verlief das aktuelle Jahr für die Fernwalder Feuerwehren vergleichsweise etwas ruhiger. Das berichtete Gemeindebrandinspektor (GBI) Jens Richmann am Dienstagabend anlässlich der Sitzung der Gemeindevertretung in Steinbach. Die Einsatzkräfte mussten 2019 bislang zu insgesamt 99 Alarmierungen ausrücken; häufigste Ziele waren die Bundesstraßen 457 und 49 sowie die Autobahn (A5).

Zweite Tagesfeuerwehr etabliert

Positives Resümee des (GBI): "Die Einwohner von Fernwald können sich sicher fühlen - alle Hilfsfristen werden eingehalten". Mit aktuell 118 Einsatzkräften sei im Hinblick auf die personelle Situation eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Zudem sei es gelungen, neben der bestehenden Tagesfeuerwehr in Annerod ein solches Projekt auch in Steinbach zu etablieren. Richmann: "Hier gilt mein Dank den Firmen in Fernwald, die ihre Mitarbeiter dafür freistellen".

Erst vor Kurzem fand ein Leuchtturm-Projekt in puncto interkommunale Zusammenarbeit statt: Denn im Gerätehaus Steinbach konnten gleich acht fast baugleiche Einsatzleitwagen an ihre Abteilungen aus acht Kommunen übergeben werden (die GAZ berichtete). Bei Kosten von rund 135 000 Euro pro Fahrzeug konnten jeweils 30 000 Euro durch die gemeinsame Anschaffung gespart werden.

Doch gibt es auch Probleme: Vorwiegend in Annerod funktionieren die digitalen Einsatzmelder nicht so, wie sie sollten. Das hatte zur Folge, dass bei einem Unfall am 22. Oktober auf der B 457 lediglich drei Einsatzkräfte ausgelöst wurden. Hätte seinerzeit nicht ein weiterer technischer Defekt dafür gesorgt, dass die Sirene ausgelöst wurde, hätte das zu schwerwiegenden Problemen führen können. Ein Ortstermin dazu fand bereits statt, und Kreisbrandinspektor Mario Binsch richtete auch schon ein Schreiben an das Innenministerium. Ansonsten ist die Fernwalder Feuerwehr technisch auf einem sehr guten Stand.

Ein Thema allerdings, das auch die Gemeindevertretung beschäftigen wird, sind die Feuerwehrgerätehäuser. "Diese Einrichtungen stoßen an ihre Kapazitäten - die Plätze in den Umkleidungen reichen nicht mehr aus", berichtete Richmann. Hier werde sich in den nächsten Jahren etwas tun müssen.

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