+
Stolzer Moment am Feuerwehrstützpunkt in Steinbach: Projektverantwortliche und Ehrengäste bei der Übergabe der acht Feuerwehrfahrzeuge. Foto: pm

Einkaufsverbund macht sich bezahlt

  • schließen

Fernwald/Gießen(pm). In einer feierlichen Stunde im Feuerwehrhaus Steinbach wurden dieser Tage acht neue Einsatzleitwagen des Typs 1 (ELW 1) offiziell in Dienst gestellt. Die Fahrzeuge wurden im Rahmen einer interkommunalen Sammelbeschaffung beschafft; sie ersetzen die bestehenden ELW 1. Diese waren aufgrund des stetigen technologischen Fortschritts, auch im Hinblick auf die Digitalisierung bei der Feuerwehr, nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik und wurden somit nicht mehr den Anforderungen heutiger Einsatzlagen gerecht.

Ihren Dienst versehen die neuen Fahrzeuge bei den Feuerwehren der Kreiskommunen Allendorf/Lumda, Fernwald, Lollar, Reiskirchen und Wettenberg sowie bei den Feuerwehren der Kommunen Alsfeld und Mücke (beide Vogelsbergkreis) und Nidda (Wetteraukreis). Neben Bürgermeistern und Leitern der Feuerwehren der beteiligten Kommunen entboten auch der Vizepräsident des Regierungspräsidiums Gießen, Martin Rößler, sowie Landrätin Anita Schneider lobende Grußworte. Auch Kreisbrandinspektor Mario Binsch machte sich vor Ort ein Bild der neuen Fahrzeuge.

Gesamtkosten: 1,04 Mio. Euro

"Mit dieser Indienststellung endet ein Vorzeigeprojekt interkommunaler Zusammenarbeit, das in seiner Art bundesweit seine Nachahmer sucht", waren sich die politischen Verantwortlichen einig. Während man in den Medien immer wieder von explodierenden Kosten bei kommunalen Projekten lesen müsse, so konnten durch das Engagement aller Projektbeteiligter viele Aufwände und Kosten gespart werden. Insbesondere auch die ehrenamtlich tätigen Verantwortlichen der Feuerwehr seien durch die vielen Synergieeffekte entlastet worden. Nachdem zu Projektbeginn mit Unterstützung des Kreises Gießen ein interkommunaler Vertrag vereinbart wurde, führte die Gemeinde Reiskirchen im Auftrag der beteiligten Städte und Gemeinden das Vergabeverfahren der zu beschaffenden Fahrzeuge durch. In einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren sicherte sich die Firma Redcar in Adendorf den Zuschlag für das Projekt mit einem Gesamtvolumen von etwa 1,04 Millionen Euro. Gemäß der Förderrichtlinie des Kreises Gießen wurden die fünf Fahrzeuge für Allendorf/Lumda, Fernwald, Lollar, Reiskirchen und Wettenberg mit jeweils 15 000 Euro bezuschusst. Geschätzt etwa 30 000 Euro konnten durch die interkommunale Sammelbeschaffung pro Fahrzeug eingespart werden. Doch die Synergien liegen nicht rein auf finanzieller Seite: Aufgrund der einheitlichen Ausstattung der Fahrzeuge und der daraus resultierenden Ausbildung könnten die Fahrzeuge im Bedarfsfall, etwa bei länger andauernden Einsatzlagen, auch mit Einsatzkräften benachbarter Kommunen besetzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare