Auf Digitalfunk im Ernstfall noch kein Verlass

  • vonLars Benedikt Hoppe
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Fernwald(lbh). Zur Jahreshauptversammlung hatte die Freiwillige Feuerwehr Annerod am Samstag ins Gerätehaus eingeladen. Wehrführer Tobias Hennemuth berichtete rückblickend, dass die Einsatzkräfte im Vorjahr insgesamt 52 Mal ausrücken mussten. Besonders hob er einen Waldbrand im April in Linden hervor, bei dem die Waldbrandkomponente zum Einsatz kam. Herausragend seien zudem u. a. ein Verkehrsunfall auf der B 49, ein Gebäudebrand in Lützellinden und ein vom Absturz bedrohter Hubsteigerfahrer gewesen. Bei diesen Einsätzen habe sich einmal mehr die gute Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften untereinander und auch mit den Kräften der Feuerwehr Steinbach bewährt. Hennemuth lobte alle Beteiligten für ihre Leistungen.

Löschfahrzeug wird noch 2020 ersetzt

Als der Technische Prüfdienst im Frühjahr 2019 das Gerätehaus unter die Lupe nahm, vermeldete dieser anschließend erhebliche bauliche Mängel - erwartungsgemäß. Zu kleine Umkleiden und keine ausreichenden sanitären Einrichtungen waren zwei der wichtigsten Punkte, die es zu verbessern gilt. Deshalb werden in den kommenden Jahren einige Baumaßnahmen am Gerätehaus in Annerod notwendig. Eines der größten Probleme sei momentan jedoch die nicht funktionierende digitale Alarmierung, hieß es am Samstag. Nach wie vor komme es zu Problemen, wenn im Ernstfall alle Einsatzkräfte über den Digitalfunk erreicht werden sollen. Da momentan die alte analoge Alarmierung noch mitbenutzt werden könne, sei dieser Nachteil noch ausgleichbar. Sobald diese Vorrichtung aber vollständig abgeschaltet werde, könne es ernsthafte Probleme geben, da ein Großteil der Einsatzkräfte eine Alarmierung schlichtweg nicht mitbekommen würde. Hier forderte Hennemuth dringend technische und politische Maßnahmen.

Schließlich kündigte der Wehrführer für das laufende Jahr die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges an, das ein mittlerweile 25 Jahre altes Einsatzfahrzeug ablösen werde. Außerdem habe man bereits drei neue Rollcontainer in Auftrag gegeben; diese würden zeitnah in Annerod eintreffen.

Einige Feuerwehrleute konnten sich am Samstag über eine Beförderung freuen. Zu Feuerwehrmännern wurden Frank Beck, Nils Lennart Bartz, Leon Becker und Johannes Dörr befördert. Erik Bennewitz, Christian Oliver Burandt, Harald Horn, Leon Schmitt, Daniel Steil und Tobias Neun erhielten die Beförderung zu Oberfeuerwehrmännern. Timo Birkenstock, Manuel Schnurbus und Markus Seegmüller wurden zu Oberlöschmeistern befördert (Bericht zur Versammlung des Vereins folgt).

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