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Die Steinbacher Jungbäcker und ihr verspäteter Abschied von der Grundschule

  • Gabriele Krämer
    VonGabriele Krämer
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Das hatten sie sich zwar ganz anders vorgestellt, aber nun kamen die Abgänger der Grundschule Steinbach (und ihre Eltern) doch noch auf ihre Kosten: In einer aufwändigen Aktion wurde am Freitag der Vorwoche im evangelischen Gemeindezentrum der Teig für sage und schreibe 90 Brote angefertigt; am Samstag dann gab’s frische Backwaren aus dem historischen Dorfbackhaus - und als i-Tüpfelchen obendrein noch Streuselkuchen, leckere Pizza und deftigen Schmandkuchen.

Bereits im März waren die damaligen Schüler der 4a und 4b im Wald unterwegs, um unter fachkundiger Anleitung Brennholz zu sammeln. Dieser Vorgang wird im Steinbacher Dialekt als »Wern machen« bezeichnet und lässt sich mit »Wellen machen« übersetzen. Dies bedeutet, dass dünne Äste und Reisig vom Waldboden gesammelt werden und in Bündeln, den sogenannten Wellen, zusammen gebunden werden. Jener Arbeitseinsatz stellte freilich nur den ersten Teil dar: Ursprünglich hatte man noch zum Ende und als Krönung der gemeinsamen Grundschulzeit die Backhausaktion starten wollen.

Doch Corona und die hinlänglich bekannten Folgen machten auch dieser Planung einen Strich durch die Rechnung. Mit umso mehr Begeisterung waren die jungen Bäcker nun bei der Sache: Bis zu den Oberarmen waren ihre Hände im Teig versunken. Dankbar hatten sie die Tipps von »Oberbäckerin« Friedel Haas angenommen, die den Teig in alter Tradition segnete. Das Roggenmehl kam aus der Busecker Mühle, die weiteren Zutaten hatte Michael Simon (Rewe Steinbach) gestiftet.

»Backmeister« Udo Pitz (r.) und »Feuermeisterin« Nina Schäfer hatten am Samstag im Backhaus das Kommando, als sie unter tatkräftiger Mithilfe von Sascha Becker, Armin und Björn Schäfer (v. l.) die Brote in den Ofen einschossen. ik/Foto: pm, ik

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