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Die Entdeckung beim Abriss des Hochbehälters in Annerod

Zwischen Schrott und Sperrmüll kann man manchmal interessante Funde machen, wie jetzt eine Anwohnerin in Fernwald-Annerod in der Nachbarschaft der Grundschule erlebte. Dort wird derzeit der Wasserhochbehälter abgerissen.

Er wurde vor gerade mal 56 Jahren erbaut und stand schon seit einigen Jahren leer, weil er für die Wasserversorgung nicht mehr benötigt wird. Das Gelände wird im Zuge der Erweiterung der Grundschule neu gestaltet, Bäume sind bereits gefällt, das eindrucksvolle Innere des Gebäudes wurde leergeräumt. Ein Anhänger mit allerlei Bauschutt stand zum Abtransport bereit, obenauf zwei schwere Schieferplatten mit goldgeprägten Inschriften.

Zu schade für die Deponie, fand die Nachbarin, und stellte den Fund sicher. Wie die Abrissarbeiter berichteten, hingen die Plaketten im Innern des Hochbehälters, doch ganz offensichtlich sind sie viel älter als dieser. Vermutlich, so die Überlegung, waren die Tafeln früher im alten Hochbehälter der Gemeinde am anderen Ende des Dorfes angebracht.

Die Vorsitzende des Heimatvereins Annerod, Gisela Beling, wusste mehr: Der alte Hochbehälter wurde im Jahr 1906 erbaut. Damals war Philipp Horn IV. Bürgermeister und Johannes Pitz II. Beigeordneter in Annerod. Unklar ist allerdings, wie die Tafeln in den neuen Hochbehälter gekommen sind und wer sie dort montiert hat.

Gisela Beling und die Anwohnerin würden sich freuen, wenn ältere Anneröder Erinnerungen und weitere Einzelheiten zu den Inschriften mitteilen könnten (Telefon 06 41/427 38). Die Plaketten sollen ein Plätzchen im Anneröder Heimatmuseum finden. Denn eines ist sicher: Zum Wegwerfen sind sie definitiv viel zu schade … bel/FOTO: BEL

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