Seit einem Jahr ist die Ampelanlage in Betrieb. FOTO: US
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Seit einem Jahr ist die Ampelanlage in Betrieb. FOTO: US

Dank Ampel weniger Unfälle

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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Fernwald(us). Vor ziemlich genau einem Jahr ist die Ampelanlage auf der B 457 in Betrieb gegangen. Sie soll für weniger Unfälle an der Autobahnanschlussstelle Fernwald sorgen. Hat’s was gebracht? "Ja", meint die Feuerwehr Steinbach. Sie musste 2019 an diesem Unfallschwerpunkt nur noch halb so viele Einsätze fahren, sechs anstelle von zwölf im Jahr davor, wie Wehrführer Sebastian Büchling jüngst in der Jahreshauptversammlung bekannt gab.

Zahlen von offizieller Seite gibt es allerdings noch nicht. Die wird die Polizei erst nennen können, wenn die Unfallstatistik für 2019 vorliegt. Dennoch: "Es ist tendenziell sehr deutlich zu erkennen, dass diese Maßnahme greift und die Verkehrsunfälle merklich zurückgingen", teilt Polizeisprecher Jörg Reinemer auf Nachfrage mit.

Er erinnert daran, dass es vor der Einrichtung der Ampel an den Auf- und Abfahrten zur Autobahn sowohl Richtung Frankfurt als auch Kassel wiederholt zu sehr schweren Unfällen gekommen sei. "Häufige Ursachen waren individuelles Fehlverhalten der Fahrerinnen und Fahrer", erläutert Reinemer. Vielfach ereigneten sich die Unfälle beim Abbiegen. Die Ampel sollte dazu beitragen, diesen Unfallhäufungspunkt auf der B 457 zu entschärfen.

Nach fünfmonatiger Bauzeit ging die Anlage Ende März 2019 in Betrieb. Doch es lief nicht alles glatt. Ein Hubbel, der beim Versuch, Leitungen unter der Fahrbahn hindurchzupressen, entstanden war, konnte erst im Herbst wieder behoben werden. Zudem kam es in der Anfangsphase zu einigen Auffahrunfällen.

Ursache dafür: Obwohl Hessen Mobil auf leuchtstarke LED-Technik gesetzt hatte, konnten die Verkehrsteilnehmer bei Sonneneinstrahlung nicht immer zweifelsfrei erkennen, ob das Signal auf Rot, Gelb oder Grün steht. Es habe in der ersten Zeit immer wieder Beschwerden gegeben, sagt Sonja Lecher, die Sprecherin von Hessen Mobil.

Die Verkehrsbehörde ließ nachrüsten. Die Kontrastblenden seien vergrößert und zusätzlich Signalgeber an den Ampelmasten angebracht worden, erklärt Lecher. Nun könne man die Leuchtzeichen sowohl direkt an der Ampelanlage als auch aus weiterer Entfernung erkennen. Außerdem seien in beiden Fahrtrichtungen zusätzliche Schilder aufgestellt, die auf die Ampel hinweisen.

"Seit diesen Nachbesserungen haben wir keinerlei negative Rückmeldungen mehr erhalten", teilt die Sprecherin von Hessen Mobil mit. Auch die Polizei ist mit dem jetzigen Zustand zufrieden. Laut Reinemer ist es an diesem einstigen Gefahrenpunkt kaum mehr zu Unfällen gekommen.

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