»Chaotische Zustände an der Fernwaldhalle«

Fernwald (pm/us). »Chaotische Zustände« rund um die Fernwaldhalle haben die CDU auf den Plan gerufen. In einem »offenen Brief« an Bürgermeister Stefan Bechthold übt Fraktionsvorsitzender Timo Röder heftige Kritik an der Parksituation.

Aktueller Anlass ist die Veranstaltung »Gemeinnützige Vereine und Steuern« mit hunderten Besuchern, zu der das Finanzamt Gießen am Mittwoch eingeladen hatte. Die Feuerwehrleute hätten auf Anweisung der Gemeinde den Festplatz nicht öffnen dürfen, bemängelt Röder.

»Die Folge waren chaotische Zustände, sogar die Feuerwehreinfahrt und die Parkplätze der angrenzenden Feuerwache wurden mit den Fahrzeugen der Veranstaltungsbesucher versperrt.« Für die CDU ist die Konsequenz klar: Nur wenn die Gemeinde Fernwald als Vermieter in der Lage ist, ausreichend Parkflächen zur Verfügung zu stellen, darf sie die Fernwaldhalle auch vermieten«, fordert Röder, der darauf hinweist, dass ähnliche Situationen regelmäßig bei vielen Veranstaltungen in der Fernwaldhalle und auf dem angrenzenden Sportplatz entstehen. Der CDU-Mann stellt die Frage, was im Falle einer Bebauung des Festplatzes geschehen wird. Die Märkte, die dort gebaut werden sollen, würden wohl wenig begeistert sein, wenn ihre Parkplätze von Veranstaltungsbesucher belegt werden.

Dem Bürgermeister werfen die Christdemokraten Untätigkeit vor. Bereits vor Monaten habe die CDU ein Park- und Verkehrskonzept für die Gemeinde Fernwald gefordert. »Darin sollten, neben weiteren Problemstellen, auch Lösungen für das Parken rund um die Fernwaldhalle und den Sportplatz aufgenommen werden«, schreibt Röder. Dieser Antrag sei aber von Bechthold zu keinem Zeitpunkt gewünscht und aúch nie wirklich unterstützt worden. Ein Arbeitskreis habe letztlich »aufgrund fehlender Unterstützung und Blockade seitens der Gemeinde« seine Arbeit wieder eingestellt. Nun sei es an der Zeit, endlich tätig zu werden.

Bürgermeister Bechthold lag, wie er sagte, das Schreiben der CDU am gestrigen Freitagmittag noch nicht vor. Die Situation an der Fernwaldhalle vom vergangenen Mittwoch war ihm jedoch bekannt. Er war selbst in der Fernwaldhalle, »und auch mein Parkplatz war belegt.« Leider habe der Festplatz aus verkehrssicherungstechnischen Gründen nicht zur Verfügung gestanden. »Er war vereist«, und das Wetter könne schließlich niemand vorhersehen.

»Ansonsten ist die Situation wie sie ist, seit es die Halle gibt,« sagt Bechthold. Bei den Planungen für die Festplatz-Bebauung sei stets klar gewesen, dass die ausgewiesenen Stellflächen an den Märkten abends und an Wochenenden auch der Allgemeinheit zur Verfügung stünden.

Bechthold: Bin direkt ansprechbar

Was den interfraktionellen Arbeitskreis zur Verkehrssituation angehe, so habe der vor allem die Situation in der Ortsdurchfahrt im Auge gehabt. Die Arbeit sei einvernehmlich zurückgestellt worden, weil man zunächst den Ausbau dieser Landesstraße abwarten wolle. Der Vorwurf, die Verwaltung blockiere bestimmte Themen, sei absurd. Bechthold: »Wir verfolgen alles. Noch nie ist so transparent gearbeitet worden.« Dazu gehöre auch, dass er jederzeit direkt ansprechbar sei. Insofern finde er den von der CDU gewählten Weg eines offenen Briefes, »der eher bei der Presse ist als bei mir«, wenig hilfreich.

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