Frank Stein
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Bürgermeisterwahl

CDU-Vorstand spricht sich für Frank Stein aus

  • Gabriele Krämer
    vonGabriele Krämer
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Fernwald(ti/ik). Vor zweieinhalb Wochen hatte Manuel Rosenke öffentlich erklärt, dass er Fernwalds neuer Bürgermeister werden will. Unterstützt wird der unabhängige Bewerber von SPD und Freien Wählern. Seit Montagabend steht fest, dass er im Wahlkampf Konkurrenz aus den Reihen der CDU bekommen wird: Die Christdemokraten haben im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Fraktion entschieden, dass sie einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken und dafür einstimmig Frank Stein (Albach) benannt. Das teilte Vorsitzender Jan-Eric Walb auf Anfrage der Gießener Allgemeinen mit. Die Nominierung durch die Mitgliederversammlung soll Anfang September erfolgen.

Der 51-jährige Stein ist stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender. Er war bereits 2015 gegen Amtsinhaber Stefan Bechthold (SPD) angetreten, seinerzeit noch als Parteiloser und von CDU, Grünen und FDP unterstützt. Bechthold gewann mit 56,81 Prozent, Stein fuhr 43,19 Prozent der Stimmen ein.

Ursprünglich habe man nach der Sommerpause die Situation sondieren wollen, sagte Walb. Zwischenzeitlich habe aber Bürgermeister Bechthold überraschend seinen Verzicht auf eine abermalige Kandidatur bekannt gegeben. Genauso überraschend sei die nur eine Woche später erfolgte Präsentation Rosenkes gewesen. Die CDU, die seinerzeit bereits Gespräche mit den Freien Wählern geführt habe, nehme nun zur Kenntnis, dass die FW ihre alte Zusammenarbeit mit der SPD fortführten.

Mit Stein als Bürgermeister könne der von den Fernwaldern ersehnte Wandel in der Gemeinde gestaltet werden. Der Verwaltungsexperte besitze die Erfahrung und Sachkompetenz, um dringend erforderliche Veränderungen durchsetzen zu können. "Ein ›weiter so‹ darf es nicht geben und würde unserer Gemeinde erheblich schaden", so Walb.

Stein wohnt mit Ehefrau Andrea sowie Tochter Mirja und Sohn Till in seinem Heimatort Albach. Seit der vergangenen Kommunalwahl ist der 51-Jährige Mitglied der Gemeindevertretung, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses sowie Ortsvorsteher in Albach.

Auch bei den Grünen will man im Kampf um den Chefsessel im Rathaus ein Wörtchen mitreden: "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir einen Kandidaten stellen werden", sagt Fraktionschef Bernd Voigt. Aus seiner Sicht ergebe es aber keinen Sinn, schon vor der Kommunalwahl über Personalien zu sprechen.

Am 1. Januar 2022 wird ein neuer Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin die Führung der Gemeindeverwaltung übernehmen. Gewählt wird 2021, ein Termin steht aber noch nicht fest. FOTO: PM

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