Haupt- und Finanzausschuss

Bürger sollen beim Klimaschutz mitziehen

  • vonKarl-Josef Graf
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Fernwald (kjg). Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) der Gemeindevertretung haben in ihrer konstituierenden Sitzung Jörg Haas (SPD) zum Vorsitzenden und Peter Holl (Freie Wähler) zu dessen Stellvertreter gewählt. Ebenso einstimmig fiel das Votum für die Schriftführer Bettina Grodd, Anika Jany und René Tröller aus.

Der Antrag der CDU, für einen aktiven Klimaschutz 1000 Bäume in Fernwald neu zu pflanzen (GAZ vom Donnerstag), wurde auch im HFA ausführlich diskutiert. Frank Stein (CDU) sagte, es gehe darum, dass möglichst viele Leute mitmachen.

Mit maximal 100 Euro je Baum will die Gemeinde Neuanpflanzungen mit standortgerechten Laubbäumen im Gemeindegebiet von Fernwald fördern. Darüber waren sich die Gemeindevertreter einig. Bürgermeister Stefan Bechthold gab zu bedenken: »Die Fernwalder motivieren, Obstbäume zu pflanzen, das funktioniert nicht.« Das könne man schon heute sehen. Es gebe weder ein Interesse, die Bäume zu pflegen, noch das Obst zu ernten. Ein anderer Gedanke könne sein, die sogenannten Steingärten zu verbieten, so der Rathauschef. Behzad Borhani (Grüne) möchte die privaten Eigentümer motivieren, auf diesem Weg etwas für das Klima zu tun. Andernorts werde etwa bei der Geburt eines Kindes ein Obstbaum gepflanzt; so etwas könne er sich auch für Fernwald vorstellen.

Die Ausschussmitglieder einigten sich einstimmig darauf, einen Baum auf einer Aufforstfläche zu pflanzen; dies durch entsprechende Steuerung des Klimaschutzmanagers und unter Berücksichtigung des Pflegeaufwandes. Holl (FW) sagte, die Einstellung eines Klimaschutzmanagers sei eine strategische Entscheidung und Chance für die Gemeinde.

Jugendarbeit auf dem Prüfstand

So wie es in anderen Kommunen bereits eine Kinder- und Jugendvertretung gibt, so soll nach dem Willen der SPD auch in Fernwald ein solches Gremium geschaffen werden. Dazu legte die SPD mit ihrem Antrag die Begründung und den Entwurf einer Satzung vor. »Wir wollen den Jugendlichen eine Plattform bieten«, erklärte Dr. Robert Horn (SPD). Dies sei nunmehr der dritte Anlauf. Fünf junge Leute seien bereit, sich einzusetzen. Borhani (Grüne) gab zu bedenken, dass junge Menschen nur gefördert werden, wenn eine entsprechende Struktur vorhanden ist. Bechthold sagte, dass die neue Konzeption für die Jugendarbeit in den nächsten drei Wochen ausgeschrieben werde. Der neue Mitarbeiter in der Jugendpflege müsse unverzüglich eingestellt werden, forderte Horn. Stefan Becker (Freie Wähler) empfahl eine Geschäftsordnung, welche die Jugendlichen selbst erarbeiten. Der Ausschuss votierte für den SPD-Antrag: sieben Jastimmen und zwei Enthaltungen.

Wie berichtet sollen 750 000 Euro aus der Hessenkasse, die für den sukzessiven Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED-Licht vorgesehen waren, für den Kindergarten Kita II in Annerod verwendet werden - einstimmiges Votum des HFA.

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