Maximal bis Ende 2047

Bauschutt-Recycling in Fernwald geht weiter

  • Rüdiger Soßdorf
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Rund 150 Jahren wurde in Fernwald-Steinbach Basalt abgebaut. Nun, da die Vorkommen weitgehend erschöpft sind, ist für einen Teil des Areals eine weitere Perspektive entwickelt worden:

Rund 150 Jahren wurde in Steinbach Basalt abgebaut. Nun, da die Vorkommen zwischen der B 457 und der Steinbacher Lahnstraße weitgehend erschöpft sind, ist für einen Teil des Areals eine weitere Perspektive entwickelt worden: Auf knapp der Hälfte der acht Hektar großen Tagebau-Fläche soll auch in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten Bauschutt wiederaufbereitet werden können.

Betrieb wird nicht ausgeweitet

Die Recycling Lahnau GmbH, eine Tochter der Unternehmensgruppe Weimer aus Dorlar, bereitet bereits seit 2004 auf dem Gelände Bauschutt auf und will die Anlage im Steinbruch weiter betreiben. Die Gemeindevertretung Fernwald hat dies bereits vor mehr als drei Jahren einmütig befürwortet. Im vergangenen Jahr hat das Rathaus beim Regierungpräsidium Gießen beantragt, diese Sondernutzung weiter zuzulassen.

Am Dienstag hat nun die Regionalplanung grünes Licht gegeben. Der Hauptausschuss der Regionalversammlung hat dem Vorhaben zugestimmt.

Gute Verkehrsanbindung

Vorangegangen ist ein komplexes Planungs- und Genehmigungsverfahren für eine noch nicht rekultivierte Teilfläche. Dort soll die Rekultivierung bis maximal zum Ende des Jahres 2047 verschoben werden können. Das ist die maximal genehmigte Betriebsdauer der Recycling-Anlage.

Was konkret wird dort gemacht? Angelieferter mineralischer Bauschutt wird dort gebrochen und zwischengelagert respektive dann zur Wiederverwertung als Baumaterial unter anderem für Straßenbau abgefahren. Der Platz in Steinbach sei wegen der guten Verkehrsanbindung geeignet, heißt es zur Begründung. Ein Alternativstandort steht in der Nähe nicht zur Verfügung. Ausgedehnt werden soll der Betrieb nicht, so dass auch kein zusätzlicher Verkehr entsteht. Grundsätzliche naturschutzrechtliche Bedenken gibt es nicht.

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