Auflösung der Bürgerstiftung diskutiert

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Fernwald(ti). 1998 schenkte Dr. Ruth Freund der Gemeinde Fernwald ihre Apotheke. Nach dem Tod der Pharmazeutin erbte die Kommune auch das Barvermögen, das in die nach ihr benannte Bürgerstiftung floss. Jetzt steht deren Auflösung im Raum.

Die Fraktion der Grünen hatte das im Oktober beantragt, außerdem die Klärung der Frage, welche Folgen sich daraus ergeben. Begründung: Die Hoffnung auf eine Stiftung, die sich selbst trägt und dabei Erträge erzielt, die jährlich ausgeschüttet werden können, hätten sich nicht erfüllt.

Derzeit befassen sich die gemeindlichen Gremien mit dem Thema, am Montagabend wurde es im Sozialausschuss diskutiert. Fazit: Guter Rat ist teuer, ein Beschluss erging nicht. Erster Beigeordneter Kurt Klingelhöfer berichtete, dass sich der Stiftungsbeirat bereits mit der Auflösung oder einer alternativen Weiterführung auseinandersetze. Aber: "Wir sind da noch ganz am Anfang. Das ist nicht mit einem Federstrich getan."

Bernd Voigt (Grüne) schlug vor, die Stiftung könne als Kreditgeber für die Gemeinde fungieren. So sei ein regelmäßiger, wenn auch geringer Geldeingang gesichert und das Kapital von rund 500 000 Euro risikoarm angelegt. Peter Steil (FDP) meinte, dass dies aufgrund der Inflation langfristig den Verlust des Stiftungsvermögens bedeute. Stefan Becker (FW) erklärte, dass Kreditgeschäfte dieser Art Kommunen nicht gestattet seien.

Jetzt soll abgewartet werden, zu welchem Ergebnis der Stiftungsbeirat kommt. Der Antrag bleibt zunächst im Geschäftsgang.

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