+
Wird im Tiefenweg in Annerod zu schnell gefahren? Im Ortsbeirat war die Problematik jetzt Thema.

Anwohner warten auf Auswertung

  • schließen

Fernwald (lbh). Das Thema Verkehrsberuhigung im Tiefenweg lockte am Donnerstag viele Anwohner in die Sitzung des Ortsbeirates in Annerod. Sie sind beunruhigt, weil der Verkehr in der Spielstraße deutlich zugenommen habe; zudem werde dort viel zu schnell gefahren, obwohl im Bereich zwischen Kirche und Friedhof im Tiefenweg nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist.

Nach einer Unterschriftensammlung, die von den Anwohnern bei der Gemeinde abgegeben wurde, ließ diese eine Geschwindigkeitsanzeige aufstellen, die nicht nur den Autofahrern ihr Tempo anzeigt, sondern auch das Verkehrsaufkommen in der Spielstraße zählt. Die Auswertung der Zählung steht nun an. Sie soll zeigen, ob das Verkehrsaufkommen im Tiefenweg tatsächlich so hoch ist, wie es von den Anwohnern wahrgenommen wird.

Ein Anwohner legte am Donnerstag im Ortsbeirat eine eigene Zählung vor. Er kam auf über 300 Autos, die an einem Tag durch die Straße gefahren seien. Bürgermeister Stefan Bechthold versicherte den Bürgern, dass man Maßnahmen einleiten werde, sobald die Auswertung vorliege. Wie genau man dabei vorgehe, bleibe aber vorerst noch offen.

Auch Anwohner der Erlenstraße wandten sich am Donnerstag mit einer Beschwerde über das Verkehrsaufkommen an den Ortsbeirat. In der Erlenstraße gilt Tempo 30, dennoch hielten sich einige Verkehrsteilnehmer nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit.

Versetztes Parken als Lösung?

Zwei Anwohner klagten, dass die Linienbusse, die an Wochentagen in der Zeit von 5 Uhr morgens bis fast 23 Uhr am späten Abend die Erlenstraße befahren, teilweise mit "solch hoher Geschwindigkeit fahren, dass die Häuser förmlich wackeln". Eine Idee zur Beruhigung des Verkehrs hier war es, versetzte Parkflächen einzuzeichnen, um durch parkende Autos andere Verkehrsteilnehmer dazu zu bringen, sich an die vorgeschriebenen 30 Kilometer pro Stunde zu halten.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Sachstandsbericht zu den Neubauten der Norma-Filiale an der Großen-Busecker Straße und der benachbarten Kindertagesstätte. Für beide sollen möglichst ab Mitte 2020 die Baumaßnahmen beginnen. Auf dem Gelände des Bolzplatzes in Annerod soll ab 2021 ein neues Grundschulgebäude errichtet werden. Bisher bestehe nur ein Entwurf, die Finanzierung des Gebäudes sei aber bereits sicher.

Für einigen Unmut in Annerod sorgt die Schließung der Sparkassenfiliale, die vor kurzem ihren SB-Betrieb eingestellt hatte. Eigentlich sollte der Servicepoint in Annerod bis zur Errichtung des Nahversorgungszentrums bestehen bleiben. Aufgrund der Kosten, die eine vorgegebene Aufwertung der Sicherheitsvorkehrungen für einen solchen Servicepoint erfordert hätten, habe die Sparkasse sich aber dafür entschieden, die Filiale früher zu schließen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare