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Unter Hochdruck wird am Umbau des ehemaligen Jugendzentrums in Albach gearbeitet, damit hier ab dem 12. August die ersten zehn Kinder betreut werden können.

Anneröder sollen nach Albach

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Fernwald (ti). Im Dezember hatte die Fernwalder Gemeindevertretung den Umbau des Albacher Jugendzentrums zwecks Erweiterung der dortigen Kita Schatzinsel beschlossen. Bis zum Ende der Sommerferien sollen die Räumlichkeiten fertig sein. Albacher Kinder werden dort allerdings zunächst nicht betreut, sondern Mädchen und Jungen aus Annerod. In der Einrichtung auf der Platte nämlich endet am 31. Juli die Betriebserlaubnis für die Betreuung von 130 Kindern in sieben Gruppen, die seit Jahresbeginn bestanden hatte. Wie das Konzept für die Zeit danach aussieht, das erläuterten Bürgermeister Stefan Bechthold, die zuständige Verwaltungsangestellte Ute Kaufmann sowie die Leiterinnen der drei kommunalen Kitas am Montag in einer Pressekonferenz.

Ab dem 1. August haben in der Kita Wirbelwind nur noch 122 Kinder in sechs Gruppen Platz. Nicht genug, um den Bedarf zu decken. Neuzugänge ab dem zweiten und dritten Lebensjahr sollen deshalb vorübergehend in Albach betreut werden, bevor sie im November ihr eigentliches Domizil in der ehemaligen neuapostolischen Kirche in Annerod beziehen, welche die Gemeinde zu diesem Zweck gekauft hat.

"Wir starten in Albach zunächst mit zehn Kindern", sagt Fiolla Derwishi-Malicki, Leiterin der Kita Wirbelwind, die gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin auch für die neue Einrichtung im Geranienweg zuständig sein wird. Mit den betroffenen Eltern sei dies bereits abgesprochen.

Ursprünglich war geplant, das ehemalige Gotteshaus, das derzeit umgebaut wird, in zwei Etappen zu belegen, je nach Fertigstellung der Räume. "Das bringt zu viel Unruhe. Das wollen wir nicht", erklärt Derwishi-Malicki. Deshalb wird es nur einen Umzug geben, mit beiden Gruppen zum 1. November. Bis dahin, so Derwishi-Malicki, werde man mit den Kindern den Baufortschritt im Geranienweg begleiten, quasi als Projekt im Rahmen der pädagogischen Arbeit.

Info-Veranstaltungen für Eltern

Erledigt hat sich mit der Notgruppe, die seit Jahresbeginn in der Kita Wirbelwind besteht, auch die separate Betreuung der Vorschulkinder. Dies sei aufgrund der großen Anzahl der Kinder zum einen nicht mehr möglich, zum anderen pädagogisch nicht gewünscht, erläuterte Derwishi-Malicki. Das neue Konzept sei von der Fachaufsicht beim Landkreis bereits genehmigt, berichtete Bürgermeister Bechthold.

Für Kinder und Erzieherinnen in der Albacher Schatzinsel bedeutet der Besuch aus Annerod, dass sie für zweieinhalb Monate etwas enger zusammenrücken müssen. Dies insbesondere beim Mittagessen, das möglicherweise in Etappen eingenommen werden muss. Aber: "Das ist ein rein organisatorisches Ding, das kriegen wir gelöst", ist Kita-Leiterin Dani Meyer zuversichtlich. Diese Woche erfolgt der Durchbruch von den alten zu den neuen Räumen, dann beginnt der Innenausbau. "Es wird unter Hochdruck daran gearbeitet, dass wir vor dem 12. August Einweihung feiern können", sagt Bechthold.

Der Rathauschef war unter Druck geraten, nachdem vor einer guten Woche ein Schreiben des Landkreises Gießen öffentlich geworden war, in dem Sozialdezernent Hans-Peter Stock die zeitnahe Umsetzung bereits in Angriff genommener Baumaßnahmen sowie zusätzliche kreative Übergangslösungen in Sachen Kinderbetreuung gefordert hatte. Nur so sei es aus seiner Sicht möglich, den Bedarf an Kita-Plätzen in der Gemeinde bis Mitte des vierten Quartals zu decken.

Auch den intensiven Dialog mit den Eltern in dieser Angelegenheit mahnte Stock an. Der soll laut Bechthold, sofern nicht schon erfolgt, in mehreren Info-Veranstaltungen zum Thema geführt werden.

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