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Der Anneröder Kreisel ist fertig

  • Ursula Sommerlad
    vonUrsula Sommerlad
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Schneller als erwartet, günstiger als geplant: Trotz anhaltenden Nieselregens war die Stimmung bei der offiziellen Eröffnung des Kreisverkehrs in der Großen-Busecker-Straße in Annerod vorwiegend heiter. "Die richtigen Leute, das richtige Material und die richtigen Pläne, dann läuft’s", scherzte Planer Erhard Zick-Hessler im Beisein von Verantwortlichen der Gemeindeverwaltung, der Stadtwerke und der Baufirma. Über den neuen Kreisel wird nicht nur das Baugebiet Jägersplatt erschlossen. Er dient auch als Entree für das künftige Gewerbegebiet Haaracker/Himberg, das sich in der Planungsphase befindet. Er werde hier zeitnah über "hochinteressante Entwicklungen" berichten können, kündigte Bürgermeister Stefan Bechthold an.

Für die insgesamt sieben Hektar große Fläche gebe es bereits Interessenten. Im ersten Abschnitt sollen 2,7 Hektar erschlossen werden. "Wir machen das dosiert", sagte Bechthold und merkte an, dass auch beidseits der Einfahrt zur Jägersplatt im kommenden Jahr einiges passieren werde. Linker Hand sind eine neue Kindertagesstätte und ein Norma-Markt geplant, gegenüber entsteht ein Mehrfamilienhaus mit Tagespflege. Als besonders positiv wurde die rasche Abwicklung der Bauarbeiten vermerkt, die Ende Mai begonnen hatten. Probeweise rollt der Verkehr seit mittlerweile drei Wochen über die neue Fahrbahn.

Geringere Kosten

Bei der zügigen Abwicklung sehr geholfen habe die Umleitung über einen Bypass, sagte Bechthold. Unter Verkehr zu bauen hätte Monate länger gedauert. Wegen des Busverkehrs sei die inzwischen wieder zurückgebaute Umgehungsspur ohnehin alternativlos gewesen, ergänzte Bernd Becker vom Büro Zick-Hessler. Er wies zudem darauf hin, dass durch konsequente Bauüberwachung der Kostenrahmen für den Kreisel von 759 000 Euro um drei bis fünf Prozent unterschritten werden konnte. Ein spezieller Dank ging an die Firma Jost, die die Arbeiten einmal mehr zeitlich verbindlich fertiggestellt habe.

Dankbar für die gute Zusammenarbeit zeigte sich auch Matthias Funk, der Technische Vorstand der Stadtwerke Gießen, die im Zuge der Straßenbauarbeiten vorausschauend Versorgungsleitungen für die weitere Entwicklung des Gebiets verlegt haben. Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt, dass mittlerweile auch alle Skeptiker vom Nutzen des neuen Kreisverkehrs überzeugt seien.

Er spielte damit auf die Kritik der Fernwalder Grünen an, die das Projekt vor Baubeginn als "Prunk- und Protzkreisel" geschmäht hatten. Grünen-Fraktionsvorsitzender Bernd Voigt erachtete den Kreisverkehr für überdimensioniert und viel zu teuer und prognostizierte, dass er dazu beitragen werde, die Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen östlich der Großen-Busecker Straße voranzutreiben. us/FOTO: US

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