Elfriede Walb
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Elfriede Walb

In Steinbach

Altlandwirtin Elfriede Walb feiert den 95.

  • vonRegina Chabrié
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Fernwald(rcl). Die Steinbacher Altlandwirtin Elfriede Walb feierte am Dienstag 95. Geburtstag. Nach dem Besuch der örtlichen Volksschule und der Landwirtschaftsschule in Gießen arbeitete sie bis 1950 im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb mit. 1950 heiratete sie Willi Walb; seitdem wohnt sie auf dem Bauernhof in der Hauptstraße 98. Zwei Kinder vervollständigten die Familie. Tochter Rosel wurde 1950 geboren, Sohn Wilfried 1958. Nach ihrer Heirat trat die Jubilarin der Frauenhilfe bei, der sie bis zu deren Auflösung 2019 angehörte.

Elfriede Walb war Bäuerin mit Leib und Seele. Die Pflege und Aufzucht von Pferden, Kühen, Hühnern und Schweinen begleitete sie ihr Leben lang. Und auch mit technischen Dingen war sie vertraut. Schon 1956 erwarb sie den Traktorführerschein, 1963 den Autoführerschein - stolz blickt sie auf insgesamt 54 unfallfreie Jahre im Straßenverkehr. Eine Anekdote: Einst brachte sie die Getreideernte mit dem Traktor und einem umgebauten Rundsilo auf dem Anhänger zur Getreideannahme nach Gießen, wo sie von den Arbeitern schmunzelnd empfangen wurde. "Da kimmt ja wirrer die Frää med dem Botterfass." Bis ins hohe Alter war Elfriede Walb in Stall und Haushalt aktiv und half, wo immer sie helfen konnte.

Ehemann Willi starb 1997 mit nur 71 Jahren. Gemeinsam mit Tochter und Schwiegersohn führte Elfried Walb die Landwirtschaft fort. 2016 übernahm Enkel Michael den landwirtschaftlichen Betrieb in der fünften Generation. Dessen Bruder Markus ist Metzger und schlachtet die hofeigenen Schweine, deren Fleisch direktvermarktet wird.

Die Jubilarin dreht im ehemaligen Kuhstall mit ihrem Rollator täglich ihre Runden. Hofhund Ben ist ihr ständiger und treuer Begleiter. Zum Geburtstag gratulierten neben den Kindern und deren Ehepartnern auch vier Enkel und vier Urenkel sowie Pfarrerin Heike Düver. FOTO: RCL

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