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Seit vier Wochen meldet eine Geschwindigkeitsanzeige den Verkehrsteilnehmer im Tiefenweg, ob sie Schrittgeschwindigkeit fahren oder nicht. Anwohner hatten im Sommer von der Gemeinde Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung gefordert.

Ärger im Tiefenweg

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Fernwald (ti). Bürgerbegehren zur Verkehrsberuhigung Tiefenweg. Punkt sieben der Tagesordnung des Anneröder Ortsbeirates lässt Ärger vermuten. Doch derzeit ist weder ein Antrag auf Bürgerentscheid gestellt noch einer geplant. Dennoch sind viele Anwohner beunruhigt, weil der Verkehr in der Spielstraße deutlich zugenommen hat und oft viel zu schnell gefahren wird.

In dem Bereich zwischen Kirche und Friedhof ist im Tiefenweg nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Aber die wenigsten Verkehrsteilnehmer halten sich daran, wie Anwohner Armin Hofmann weiß. Er hat sich deshalb im Frühsommer an die Gemeinde gewandt. Doch zunächst sei nichts passiert, sagt Hofmann. Gemeinsam mit Kinderbuchautorin Antje Damm, die ebenfalls im Tiefenweg lebt, ging er von Tür zu Tür und sammelte Unterschriften für eine Verkehrsberuhigung. Ende Juli wurden sie in der Gemeindeverwaltung übergeben. "Über 50 Anwohner haben unterschrieben", sagt Hofmann.

Heute Thema im Ortsbeirat

Die Gemeinde reagierte und ließ eine Geschwindigkeitsanzeige installieren. Seit vier Wochen meldet diese den Autofahrern nicht nur, ob sie zu schnell unterwegs sind oder nicht. Das Gerät erfasst auch die Anzahl der Fahrzeuge, die täglich durch den Tiefenweg rollen. "Fakt ist, dass der Verkehr dort deutlich zugenommen hat, vor allem durch das Mühlendorf", so Bürgermeister Stefan Bechthold. Viele hielten sich auch nicht an die erlaubten sieben Stundenkilometer. Ob dies letztlich dazu führen wird, dass die Gemeinde mit Maßnahmen gegensteuert, bleibt abzuwarten. In den nächsten Tagen soll die Geschwindigkeitsanzeige abgebaut und mit der Auswertung der Daten begonnen werden. "Wenn die vorliegen, wird es noch einmal einen Termin mit den Anwohnern gegeben", so Bechthold. Gemeinsam werde man die Ergebnisse besprechen und nach Lösungsmöglichkeiten suchen.

Armin Hofmann sieht in der Geschwindigkeitsanzeige bereits einen Teilerfolg für sich und die anderen Anwohner. "Es hat ein bisschen was gebracht", sagt er. Dennoch will der Anneröder gemeinsam mit anderen Anwohnern heute Abend zur Ortsbeiratssitzung gehen, um zu zeigen, dass das Thema von Bedeutung ist. Das Gremium tagt um 19 Uhr im Sitzungszimmer in der Alten Schule.

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